DJ-Glossar
Software & Dateien
DJ-Software, Bibliothek, Analyse, Audioformate und alles rund um Latenz und MIDI. 28 Begriffe, ausführlich erklärt.
- AACAAC ist ein verlustbehaftetes Audioformat und Nachfolger von MP3, das bei gleicher Bitrate meist besser klingt. Es steckt oft in .m4a-Dateien.
- ASIOASIO ist ein von Steinberg entwickeltes Treiber-Protokoll für Windows, das Audio-Software direkt mit der Soundkarte verbindet – für geringe Latenz.
- BeatgridDas Beatgrid ist das Raster aus Taktstrichen, das die DJ-Software über die Wellenform legt. Sync, Loops, Quantize und Beat Jump bauen darauf auf.
- BitrateDie Bitrate gibt an, wie viele Daten pro Sekunde Audio gespeichert werden, meist in kbit/s. Bei MP3 und AAC ist sie das wichtigste Maß für die Klangqualität.
- BittiefeDie Bittiefe gibt an, wie fein jeder Messwert eines digitalen Audiosignals aufgelöst ist. Sie bestimmt den Dynamikumfang: 16 Bit für die CD, 24 Bit im Studio.
- CrateEine Crate ist eine Sammlung von Tracks in der DJ-Software, benannt nach der Plattenkiste – je nach Programm verschachtelbar und neben Playlists nutzbar.
- DJ-SoftwareDJ-Software verwaltet deine Musik, analysiert Tempo und Tonart und spielt Tracks auf virtuellen Decks ab – gesteuert per Maus, Controller oder Player.
- DJ-StreamingDJ-Streaming heißt, Tracks direkt aus einem Streamingdienst in DJ-Software oder Player zu laden, statt sie als Datei zu besitzen – Internet vorausgesetzt.
- Export- und Performance-ModusDer Export-Modus bereitet Tracks samt Analyse und Cues für Club-Player auf USB-Stick vor, im Performance-Modus legst du direkt mit Software und Controller auf.
- FLACFLAC ist ein offenes, verlustfrei komprimiertes Audioformat: volle Qualität wie WAV bei deutlich kleineren Dateien – nicht jeder ältere Club-Player liest es.
- HIDHID ist eine USB-Geräteklasse, über die manche DJ-Controller und Player hochauflösende Daten und Display-Inhalte mit der Software austauschen.
- ID3-Tags (Metadaten)ID3-Tags sind die in einer MP3-Datei gespeicherten Metadaten wie Titel, Künstler, Genre, BPM, Tonart und Cover, die deine DJ-Software beim Import ausliest.
- LatenzLatenz ist die Verzögerung zwischen deiner Aktion am Controller und dem hörbaren Ergebnis. Beim digitalen Auflegen bestimmt sie vor allem der Audio-Puffer.
- MIDIMIDI ist der seit 1983 bestehende Standard, mit dem Controller, Instrumente und Software Steuerbefehle austauschen – Tastendrücke und Reglerwerte, keinen Ton.
- MIDI-MappingEin MIDI-Mapping legt fest, welche Funktion der DJ-Software ein Fader, Knopf oder Pad deines Controllers auslöst – vorgefertigt oder selbst angelegt.
- Mix aufnehmenEinen Mix aufnehmen heißt, dein DJ-Set als Audiodatei mitzuschneiden – über den Recorder der Software, den Rec-Ausgang des Mixers oder ein Audio-Interface.
- MP3MP3 ist das verbreitetste verlustbehaftete Audioformat. Mit 320 kbit/s gilt es unter DJs als Mindeststandard: klein, überall lesbar, gute Metadaten.
- Musikbibliothek (Library)Die Musikbibliothek (Library) ist die Datenbank deiner DJ-Software: Sie verweist auf deine Dateien und speichert Analyse, Cue-Punkte und Playlists.
- Normalisierung (Auto Gain)Normalisierung (Auto Gain) gleicht unterschiedlich laute Tracks an: Die Software misst jeden Track und setzt den Gain so, dass alle ähnlich laut spielen.
- PlaylistEine Playlist ist eine von dir zusammengestellte Liste von Tracks in der DJ-Software – als Sammlung für ein Genre, eine Stimmung oder einen konkreten Gig.
- Puffergröße (Buffer)Die Puffergröße bestimmt, wie viele Samples die DJ-Software pro Block berechnet: klein heißt wenig Latenz, groß heißt stabil, aber träge.
- SamplerateDie Samplerate gibt an, wie oft pro Sekunde ein Audiosignal digital gemessen wird – 44,1 kHz bedeutet 44.100 Messwerte pro Sekunde und Kanal.
- Smart PlaylistEine Smart Playlist füllt sich nach Regeln selbst, etwa mit allen House-Tracks von 122 bis 126 BPM und vier Sternen, und bleibt so automatisch aktuell.
- Track-Analyse (DJ-Software)Bei der Track-Analyse ermittelt die DJ-Software BPM, Beatgrid, Tonart, Wellenform und Lautheit – die Grundlage für Sync, Loops und Harmonic Mixing.
- Transcoding (Fake-Qualität)Transcoding ist das Umwandeln einer verlustbehafteten Datei in ein anderes Format. Täuscht es höhere Qualität vor, spricht man von Fake-320 oder Fake-WAV.
- USB-Stick für DJsEin DJ-USB-Stick enthält deine Tracks plus eine Export-Datenbank mit Beatgrid, Wellenform, Cues und Playlists, damit Club-Player ohne Laptop alles anzeigen.
- WAV und AIFFWAV und AIFF sind unkomprimierte Audioformate in voller Qualität. Für DJs ist AIFF oft erste Wahl, weil es Metadaten zuverlässiger speichert als WAV.
- Wellenform (Waveform)Die Wellenform zeigt in der DJ-Software die Lautstärke eines Tracks über die Zeit – als Übersicht und als mitlaufende Detailansicht, oft farbig nach Frequenz.