DJ-Glossar · Software & Dateien
Crate
Auch: Crates, Subcrate, Plattenkiste, Record Crate
Eine Crate ist eine Sammlung von Tracks in der DJ-Software, benannt nach der Plattenkiste – je nach Programm verschachtelbar und neben Playlists nutzbar.
von Mario Kernich· 3 Min. Lesezeit
Eine Crate (englisch für Kiste) ist in der DJ-Software eine Sammlung von Tracks – benannt nach der Plattenkiste, in der DJs früher ihre Vinyls zum Gig trugen. Technisch ist eine Crate eine Liste mit Verweisen auf Dateien aus deiner Bibliothek, ähnlich einer Playlist. Viele Programme erlauben Unterkisten, sogenannte Subcrates.
Woher der Begriff kommt
Vinyl-DJs packten für jeden Abend eine oder mehrere Kisten mit Platten. Was nicht drin war, konnte nicht gespielt werden – die Auswahl vor dem Gig war also Teil des Handwerks. Das Stöbern nach Platten in Läden heißt bis heute Crate Digging. Als DJ-Software aufkam, übernahmen einige Programme den Begriff für ihre Sammlungen, damit sich Plattenleger sofort zurechtfinden.
Crate oder Playlist: Gibt es einen Unterschied?
Im Alltag kaum. Beide sind Listen mit Verweisen, beide lassen sich sortieren und exportieren. Unterschiede liegen im Detail und hängen vom Programm ab:
| Merkmal | Crate | Playlist |
|---|---|---|
| Herkunft des Namens | Plattenkiste | Abspielliste |
| Typischer Gebrauch | thematische Sammlung, die wächst | Auswahl für einen Anlass |
| Verschachtelung | je nach Programm als Subcrates | je nach Programm über Ordner |
| Reihenfolge | meist frei sortierbar | meist mit fester Reihenfolge |
Manche Programme kennen nur Crates, andere nur Playlists, wieder andere beides nebeneinander. Bei Programmen mit beidem gilt eine verbreitete Arbeitsweise: Crates für die dauerhafte Ordnung, Playlists für den Abend. Welche Begriffe dein Programm verwendet, siehst du in der Übersicht DJ-Software.
Subcrates sinnvoll nutzen
Subcrates sind Crates innerhalb einer Crate. Damit baust du eine Hierarchie, etwa:
- House → Deep, Disco Edits, Vocal
- Techno → Melodic, Treibend, Hart
- Anlässe → Hochzeit, Geburtstag, Firmenfeier
Je nach Programm zeigt die übergeordnete Crate auch die Tracks aller Subcrates an. Das ist praktisch, weil du von grob zu fein suchen kannst. Übertreib es aber nicht: Mehr als zwei, drei Ebenen machen die Navigation am Controller mühsam.
Crates im Club
Wenn du mit Laptop spielst, nimmst du deine Crates einfach mit. Für Club-Player, die vom USB-Stick lesen, musst du die Auswahl als Playlist exportieren – welche Listenart dabei übernommen wird, hängt vom Exportweg ab. Mehr dazu unter USB-Stick für DJs.
Tipps
- Halte eine Crate „Prüfen“ für neue Tracks, deren Grid und Tags du noch kontrollieren musst.
- Nutze automatische Varianten – sogenannte Smart Crates oder Smart Playlists – für Kriterien wie Tempo oder Tonart, die sich sonst ständig ändern.
- Gleiche Namen in allen Programmen erleichtern den Umstieg, falls du später wechselst.
Wie du die Ordnung von Anfang an aufbaust, zeigt das Kapitel Musikbibliothek organisieren.
Häufige Fragen zu Crate
Was ist eine Crate beim DJing?
Eine Crate ist eine Sammlung von Tracks in der DJ-Software. Der Name stammt von der Plattenkiste, mit der Vinyl-DJs ihre Auswahl zum Gig trugen. Technisch ist sie eine Liste mit Verweisen auf deine Dateien, ähnlich einer Playlist, und lässt sich in vielen Programmen in Unterkisten gliedern.
Was ist eine Subcrate?
Eine Subcrate ist eine Crate innerhalb einer anderen Crate. So baust du eine Hierarchie, etwa eine Crate House mit Subcrates für Deep, Vocal und Disco Edits. Je nach Programm zeigt die übergeordnete Crate zusätzlich alle Tracks ihrer Subcrates an.
Sollte ich Crates oder Playlists nutzen?
Nutze, was dein Programm anbietet, und bleib bei einem System. Wenn es beides gibt, haben sich Crates für die dauerhafte Ordnung nach Genre oder Stimmung bewährt und Playlists für konkrete Gigs. Für den Export auf USB-Sticks zählt am Ende, was der Exportweg in Playlists umwandelt.