DJ-Glossar
Musik & Track-Aufbau
Tempo, Takt, Tonart und der Aufbau von Clubtracks – plus Edits, Remixe und Release-Begriffe. 35 Begriffe, ausführlich erklärt.
- AcapellaEin Acapella ist die reine Gesangsspur eines Songs ohne Instrumente. DJs legen Acapellas über andere Tracks – für Übergänge, Teaser und Live-Mashups.
- BootlegEin Bootleg ist ein inoffizieller Remix, Edit oder Mashup ohne Erlaubnis der Rechteinhaber. Er läuft meist nur in DJ-Sets oder als Gratis-Download.
- BPMBPM (Beats per Minute) gibt das Tempo eines Tracks an: wie viele Grundschläge pro Minute laufen. Die Zahl ist die Basis fürs Beatmatching und die Set-Planung.
- BreakdownDer Breakdown ist der ruhige Teil eines Tracks, in dem Kick und Bass pausieren. Er baut Spannung für den Drop auf und gibt der Tanzfläche eine Atempause.
- Build-upDer Build-up ist der Abschnitt vor dem Drop, in dem ein Track Spannung aufbaut – mit dichter werdendem Snare-Roll, sich öffnendem Filter und Risern.
- Camelot WheelDas Camelot Wheel ordnet die 24 Tonarten als Codes von 1A bis 12B auf einem Rad an. Benachbarte Codes passen harmonisch – die Basis fürs Harmonic Mixing.
- Clean & Dirty VersionClean Versions sind Fassungen eines Songs ohne anstößige Wörter, Dirty oder Explicit Versions enthalten den Originaltext. DJs wählen je nach Publikum.
- DJ-EditEin DJ-Edit ist eine umgeschnittene Version eines Tracks: längeres Intro und Outro, gekürzte oder umgestellte Teile, damit er sich im Set besser mixen lässt.
- DownbeatDer Downbeat ist der erste Schlag eines Takts, die „Eins“. Auf ihn setzen DJs Cue-Punkte und starten neue Tracks, damit Übergänge im Takt bleiben.
- DropDer Drop ist der Höhepunkt eines Clubtracks: Nach Breakdown und Build-up setzen Kick, Bass und Hauptelemente auf der Eins gleichzeitig wieder ein.
- DubplateEine Dubplate ist eine einzeln geschnittene Lackplatte mit einem exklusiven oder unveröffentlichten Track – entstanden in Jamaikas Soundsystem-Kultur.
- Dur und MollDur und Moll sind die beiden Tongeschlechter westlicher Musik. Sie unterscheiden sich in der Terz über dem Grundton – Dur klingt meist hell, Moll eher dunkel.
- Energy LevelDas Energy Level bewertet, wie intensiv ein Track wirkt – meist auf einer Skala von 1 bis 10. DJs planen damit die Energiekurve eines Sets.
- Extended MixDer Extended Mix ist die verlängerte Club-Version eines Tracks mit DJ-freundlichem Intro und Outro. Im Gegensatz zum Radio Edit ist er zum Mischen gemacht.
- GrooveGroove ist das rhythmische Gefühl eines Tracks, das zum Bewegen bringt – geprägt von Timing, Betonungen, Pausen und dem Zusammenspiel von Drums und Bass.
- HookDie Hook ist der einprägsamste Teil eines Songs – eine Melodie, Vocal-Zeile oder ein Riff, das man nach einmal Hören wiedererkennt und mitsingt.
- InstrumentalEin Instrumental ist die Version eines Songs ohne Gesang. DJs nutzen Instrumentals als Basis für Acapellas, für Ansagen und für Übergänge ohne Vocal-Kollision.
- IntroDas Intro ist der Anfang eines Tracks. Bei DJ-Versionen besteht es meist aus 16 bis 32 Takten Beat ohne Vocals – genau der Bereich, in dem du einmischst.
- Key Shift (Pitch Shift)Key Shift verschiebt die Tonart eines Tracks in Halbtönen, ohne das Tempo zu ändern. So machen DJs Tracks und Acapellas harmonisch passend.
- MashupEin Mashup kombiniert zwei oder mehr Tracks gleichzeitig zu einem neuen Stück – klassisch die Acapella des einen Songs auf dem Instrumental eines anderen.
- MixtapeEin Mixtape war ursprünglich ein DJ-Mix auf Kassette. Heute meint es jeden veröffentlichten DJ-Mix als Ganzes – als Datei, Stream oder Podcast.
- OffbeatOffbeat bezeichnet die Zählzeiten zwischen den Grundschlägen, das „und“. In Clubtracks liegen dort typischerweise offene Hi-Hat und Offbeat-Bass.
- Open KeyOpen Key ist eine frei nutzbare Notation für Tonarten mit Codes von 1d bis 12m. Sie funktioniert wie das Camelot-System, beginnt aber bei C-Dur mit 1d.
- OutroDas Outro ist der Schlussteil eines Tracks. In DJ-Versionen läuft es als schlanker Beat über 16 bis 32 Takte aus – Platz, um den nächsten Track einzublenden.
- PromoEine Promo ist ein Track, den Labels vor dem Release kostenlos an ausgewählte DJs schicken – im Tausch gegen Feedback und Einsätze in Sets.
- Radio EditDer Radio Edit ist die gekürzte Fassung eines Tracks fürs Radio: ohne lange Intros und Outros, schnell auf den Punkt, oft mit Fade-out am Ende.
- RemixEin Remix ist eine neue Version eines Tracks: Ein Produzent übernimmt Teile des Originals, meist den Gesang, und produziert Drums, Bass und Harmonien neu.
- RiserEin Riser ist ein ansteigender Effektklang – meist Rauschen oder ein Synth-Ton –, der im Build-up Spannung erzeugt und auf der Eins des Drops endet.
- SampleEin Sample ist ein Ausschnitt aus einer bestehenden Aufnahme, der in einem neuen Track wiederverwendet wird – vom Drum-Break bis zur Vocal-Zeile.
- SwingSwing verschiebt jede zweite Note eines Rasters nach hinten, sodass aus gleichmäßigen Achteln oder Sechzehnteln ein federndes Lang-kurz-Muster wird.
- Takt (Bar)Ein Takt (englisch Bar) ist die regelmäßige Zeiteinheit der Musik. In Clubmusik hat er vier Beats; Takte bilden Phrasen, Phrasen den Aufbau eines Tracks.
- Time-StretchingTime-Stretching verändert das Tempo einer Aufnahme, ohne ihre Tonhöhe zu verschieben. Es ist die Technik hinter Key Lock und Master Tempo in DJ-Software.
- Tonart (Key)Die Tonart (englisch Key) legt Grundton und Tonleiter eines Tracks fest, etwa a-Moll oder C-Dur. DJs nutzen sie, um Tracks harmonisch passend zu mischen.
- Track-ID (ID)Track-ID meint Künstler und Titel eines Tracks aus einem DJ-Set. „ID – ID“ steht in Tracklists für Stücke, die unbekannt oder unveröffentlicht sind.
- White LabelEin White Label ist eine Vinylpressung mit leerem, weißem Etikett ohne Cover – genutzt für Testpressungen, Promos, kleine Underground-Releases und Bootlegs.