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DJ-Glossar · Software & Dateien

HID

Auch: Human Interface Device, HID-Modus, HID-Protokoll, USB-HID

HID ist eine USB-Geräteklasse, über die manche DJ-Controller und Player hochauflösende Daten und Display-Inhalte mit der Software austauschen.

von · 3 Min. Lesezeit

MIDIMusikstandard seit 1983genormte Nachrichten (Note, CC)meist 7-Bit-Werte: 0–127frei mappbar per MIDI Learnläuft mit fast jeder SoftwareHIDUSB-Geräteklassegerätespezifische Datenpaketehohe Auflösung für JogwheelsDisplays und Anzeigen ansteuerbarSoftware muss das Gerät kennen
MIDI ist universell und frei mappbar, HID liefert mehr Auflösung, verlangt aber passende Software. (eigene Illustration)

HID steht für Human Interface Device und ist eine Geräteklasse des USB-Standards – dieselbe, über die Tastaturen, Mäuse und Gamecontroller mit dem Rechner sprechen. Im DJ-Bereich nutzen manche Controller und Club-Player HID statt oder neben MIDI, um Daten mit höherer Auflösung und in eigenen Formaten mit der DJ-Software auszutauschen.

Warum HID statt MIDI?

MIDI ist genormt und einfach, aber auch begrenzt: 128 Stufen pro Wert, kleine Nachrichten. HID erlaubt Herstellern, eigene Datenpakete zu definieren. Daraus ergeben sich Vorteile:

  • Höhere Auflösung: Jogwheels und Pitch-Fader liefern feinere Werte – wichtig für Scratching und genaues Beatmatching.
  • Mehr Daten zurück zum Gerät: Wellenformen, Track-Infos oder Artwork auf Displays brauchen viel mehr Daten als ein LED-Befehl.
  • Weniger Konfiguration: Ist das Gerät in der Software hinterlegt, funktioniert es ohne Mapping-Datei.

Der Nachteil: Die Software muss das Gerät genau kennen. Ein HID-Gerät lässt sich nicht einfach in jedes Programm einbinden, wie es mit MIDI meist möglich ist.

HID und MIDI im Vergleich

MIDIHID
HerkunftMusikstandardallgemeine USB-Geräteklasse
Nachrichtengenormt (Note, CC, Pitch Bend …)vom Hersteller definiert
Auflösungmeist 7 Bit, mit Tricks 14 Bitfrei, oft deutlich höher
Freie Zuweisungin fast jeder Software per Mappingnur, wenn die Software das Gerät unterstützt
Displays und Wellenformennur eingeschränktgut möglich

Wo HID im DJ-Alltag vorkommt

  • Club-Player am Laptop: Viele Player lassen sich per USB als Steuergerät für eine DJ-Software nutzen. Je nach Software und Gerät läuft das per HID oder per MIDI. Im HID-Betrieb zeigt der Player oft Wellenform und Track-Infos aus der Software auf seinem Display.
  • Hersteller-Controller: Manche Hersteller nutzen für ihre eigenen Controller ein HID-basiertes Protokoll, weil Software und Hardware aus einer Hand kommen.
  • Freie Programme: Einige Programme, etwa Mixxx, erlauben eigene Skripte auch für HID-Geräte – das ist allerdings Entwicklerarbeit, kein Klick-Mapping.

Welche Kombination aus Gerät und Software HID nutzt, steht im Handbuch des Geräts. In den Einstellungen der Player findest du oft einen Menüpunkt, um den Steuerungsmodus zu wählen.

Typische Probleme

  • Gerät in der Software nicht sichtbar: Ein HID-Gerät erscheint nicht in der MIDI-Geräteliste. Prüfe stattdessen, ob deine Software das Modell offiziell unterstützt.
  • Falscher Modus am Player: Steht der Player auf MIDI, obwohl die Software HID erwartet (oder umgekehrt), reagiert nichts oder nur ein Teil.
  • Treiber fehlt: Für die Audio-Funktion der Player braucht es meist einen Treiber des Herstellers, auch wenn die Steuerung per HID ohne Treiber liefe.

Für wen ist das wichtig?

Für die meisten DJs: kaum. Du schließt das Gerät an, die Software erkennt es, fertig. Relevant wird HID, wenn du ein Gerät mit einer Software nutzen willst, die es nicht offiziell unterstützt – dann bleibt oft nur der MIDI-Modus mit eigenem MIDI-Mapping und weniger Komfort. Welche Software mit welchem Gerät offiziell funktioniert, zeigen die Produktseiten unter DJ-Player und DJ-Controller.

Häufige Fragen zu HID

Was bedeutet HID beim DJ-Controller?

HID steht für Human Interface Device, eine USB-Geräteklasse. DJ-Controller und Player, die HID nutzen, tauschen mit der Software eigene Datenpakete mit hoher Auflösung aus und können Wellenformen oder Track-Infos auf Displays zeigen. Die Software muss das Gerät dafür kennen.

Ist HID besser als MIDI?

Nicht grundsätzlich. HID bietet höhere Auflösung und mehr Daten für Displays, funktioniert aber nur mit Software, die das Gerät unterstützt. MIDI ist gröber, dafür in fast jedem Programm frei zuweisbar. Für offiziell unterstützte Kombinationen merkst du den Unterschied im Alltag kaum.

Kann ich ein HID-Gerät mit jeder DJ-Software nutzen?

Nein, nur mit Software, die genau dieses Gerät im HID-Modus unterstützt. Viele Geräte bieten zusätzlich einen MIDI-Modus. Darüber lassen sie sich in anderen Programmen per Mapping nutzen, meist mit geringerer Auflösung und ohne Display-Funktionen.

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