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DJ-Glossar · Software & Dateien

AAC

Auch: Advanced Audio Coding, M4A, AAC-Datei

AAC ist ein verlustbehaftetes Audioformat und Nachfolger von MP3, das bei gleicher Bitrate meist besser klingt. Es steckt oft in .m4a-Dateien.

von · 3 Min. Lesezeit

AAC (Advanced Audio Coding) ist ein verlustbehaftetes Audioformat, das als Nachfolger von MP3 im Rahmen der MPEG-Standards entwickelt wurde. Es arbeitet nach demselben Prinzip – unhörbare Anteile werden weggelassen –, gilt aber bei gleicher Bitrate als effizienter. AAC-Dateien tragen meist die Endung .m4a, seltener .aac oder .mp4.

Wo dir AAC begegnet

  • Downloadshops: Manche Shops verkaufen Musik als AAC mit 256 kbit/s.
  • Streaming: Viele Streamingdienste nutzen AAC, teils auch bei der Einbindung in DJ-Software.
  • Eigene Bibliothek: Wer früher CDs mit einem Musikprogramm importiert hat, besitzt oft AAC-Dateien.

AAC und M4A: Was steckt in der Datei?

Die Endung .m4a sagt nur, dass es ein MP4-Container mit Audio ist. Darin kann AAC stecken – oder Apple Lossless (ALAC), ein verlustfreies Format. Ob eine .m4a-Datei verlustbehaftet oder verlustfrei ist, zeigt dir die Dateiinfo in der Software (Format bzw. Codec und Bitrate).

AAC für DJs

MerkmalAAC 256 kbit/sMP3 320 kbit/s
Typverlustbehaftetverlustbehaftet
Größe pro Minuteca. 1,9 MBca. 2,4 MB
Klangbei hoher Bitrate auf vergleichbarem Niveauverbreiteter Mindeststandard
MetadatenMP4-Tags, gut unterstütztID3, sehr gut unterstützt
Club-Playervon gängigen Playern unterstütztüberall

Für das Auflegen ist eine AAC-Datei mit 256 kbit/s aus einer seriösen Quelle eine brauchbare Alternative zu MP3 mit 320 kbit/s.

Stolperfallen

  • Kopierschutz: Titel aus einem Streaming-Abo, die du zum Offline-Hören heruntergeladen hast, sind geschützt und lassen sich nicht in DJ-Software laden. Nur gekaufte, ungeschützte Dateien funktionieren.
  • Dateiendung .aac: Manche Programme oder Betriebssysteme behandeln reine .aac-Dateien anders als .m4a. Im Zweifel in der Formatliste deiner Software nachsehen.
  • Umwandeln: AAC in MP3 umzuwandeln, kostet erneut Qualität. Wenn ein Track nicht läuft, besorg ihn lieber in einem passenden Format neu, statt verlustbehaftet zu konvertieren. Warum, erklärt Transcoding.
  • Niedrige Bitraten: AAC mit 128 kbit/s oder weniger, wie es bei manchen Streams vorkommt, ist für große Anlagen zu schwach.

Einordnung

AAC ist weder besser noch schlechter für DJs als MP3, solange die Bitrate stimmt. Entscheidend sind Quelle, Bitrate und ob dein Setup das Format liest. Wer maximale Qualität will, greift zu verlustfreien Formaten wie AIFF oder FLAC. Einen Überblick über Formate und Quellen gibt der Schritt Musik besorgen.

Häufige Fragen zu AAC

Kann ich AAC-Dateien zum Auflegen verwenden?

Ja. Gängige DJ-Software und Club-Player spielen AAC, meist als .m4a-Datei. Mit 256 kbit/s aus einer seriösen Quelle liegt die Qualität auf einem ähnlichen Niveau wie MP3 mit 320 kbit/s. Kopiergeschützte Downloads aus Streaming-Abos funktionieren allerdings nicht.

Was ist der Unterschied zwischen AAC und M4A?

M4A ist der Dateicontainer, AAC das Audioformat darin. Eine .m4a-Datei kann AAC enthalten, also verlustbehaftet, oder Apple Lossless, also verlustfrei. Welche Variante vorliegt, zeigt die Dateiinfo in deiner Software anhand von Codec und Bitrate.

Ist AAC besser als MP3?

Bei gleicher Bitrate gilt AAC als etwas effizienter, besonders bei niedrigen Bitraten. Für DJs ist der Unterschied bei 256 kbit/s AAC und 320 kbit/s MP3 kaum relevant. Wichtiger sind eine saubere Quelle, eine hohe Bitrate und dass dein Setup das Format zuverlässig liest.

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