DJ-Glossar
Szene & Gigs
Slang, Rollen und Abläufe rund um Club, Booth und Booking. 27 Begriffe, ausführlich erklärt.
- AfterhourEine Afterhour ist eine Party, die nach dem regulären Ende einer Clubnacht beginnt und oft bis zum Mittag oder darüber hinaus geht.
- Back to Back (B2B)Back to Back (B2B) heißt, dass zwei oder mehr DJs gemeinsam ein Set spielen und sich dabei abwechseln – meist Track für Track am selben Setup.
- BangerEin Banger ist ein besonders energiegeladener, mitreißender Track, der auf der Tanzfläche für Höhepunkte sorgt. Im Deutschen sagt man auch „Brett“.
- Bedroom-DJEin Bedroom-DJ legt zu Hause auf, für sich, für Aufnahmen oder Streams, aber (noch) nicht vor Publikum – Ausgangspunkt fast jeder DJ-Laufbahn.
- ChangeoverDer Changeover ist der Wechsel von einem DJ zum nächsten: Der neue DJ bereitet sich parallel vor und übernimmt per Übergang, ohne dass die Musik stoppt.
- ClosingDas Closing ist das letzte Set einer Clubnacht: Der DJ hält die verbliebene Energie, führt die Nacht zu Ende und setzt mit dem letzten Track einen Schlusspunkt.
- Crate DiggingCrate Digging heißt, gezielt nach Musik zu suchen – früher in Plattenkisten, heute auch online – um Tracks zu finden, die nicht jeder spielt.
- DJ-Booth (Kanzel)Die DJ-Booth, auf Deutsch Kanzel, ist der Arbeitsplatz des DJs im Club: Tisch mit Playern und Mixer, Booth-Monitoren und Abstand zur Tanzfläche.
- DJ-DropEin DJ-Drop ist eine kurze gesprochene Ansage mit dem Namen des DJs, die über die Musik gelegt wird – das akustische Logo in Sets und aufgenommenen Mixen.
- DJ-SetEin DJ-Set ist der zusammenhängende Auftritt eines DJs: eine Folge von Tracks, die über Übergänge zu einem durchgehenden Ablauf gemixt werden.
- FloorfillerEin Floorfiller ist ein Track, der die Tanzfläche zuverlässig füllt. Das Gegenteil, ein Track, der sie leert, heißt scherzhaft Floorkiller.
- Happy MealScherzhafter Spitzname für kleines Einsteiger-Equipment, das neben einem Club-Setup wirkt wie das Spielzeug aus dem Kindermenü.
- HeadlinerDer Headliner ist der bekannteste Act eines Line-ups: Er steht groß oben auf dem Flyer, spielt meist zur Peak Time und zieht das meiste Publikum.
- Line-upDas Line-up ist die Liste aller DJs und Acts einer Veranstaltung. Das Billing ordnet sie nach Bekanntheit, der Timetable nach Spielzeiten.
- MCEin MC (Master of Ceremonies) spricht, rappt oder animiert am Mikrofon zur Musik des DJs – vom Hype-MC im Club bis zum Moderator auf einer Hochzeit.
- Mobiler DJ (Hochzeits-DJ)Ein mobiler DJ legt mit eigener Technik bei Hochzeiten, Geburtstagen und Firmenfeiern auf und ist dabei DJ, Techniker und oft Moderator in einem.
- MusikwunschEin Musikwunsch ist die Bitte eines Gastes an den DJ, einen bestimmten Song zu spielen – Alltag bei Events, im Club eher die Ausnahme.
- Open to CloseOpen to Close heißt, dass ein DJ die ganze Nacht allein spielt – von der Öffnung bis zum Schluss, also Warm-up, Peak Time und Closing in einem Set.
- Peak TimeDie Peak Time ist die Phase einer Clubnacht mit der vollsten Tanzfläche und der höchsten Energie – meist der Slot des Headliners.
- RaveEin Rave ist eine große Tanzveranstaltung mit elektronischer Musik. Der Begriff steht auch für die Kultur, die Ende der 1980er in Großbritannien entstand.
- Resident-DJEin Resident-DJ spielt regelmäßig im selben Club oder bei derselben Partyreihe und prägt deren Sound – oft im Warm-up oder Closing rund um Gast-DJs.
- SelectorSelector nennt man einen DJ, dessen Stärke vor allem die Auswahl der Musik ist. Der Begriff stammt aus der jamaikanischen Soundsystem-Kultur.
- Slot (Set-Time)Ein Slot ist die feste Spielzeit eines DJs im Timetable einer Veranstaltung – mit Beginn, Ende und einer Rolle wie Warm-up, Peak Time oder Closing.
- SoundcheckBeim Soundcheck prüft der DJ vor dem Auftritt Signalweg, Pegel, Monitor, Kopfhörer und Mikrofon, damit beim ersten Track alles funktioniert.
- TracklistEine Tracklist ist die Liste aller Tracks eines DJ-Sets oder Mixes in Spielreihenfolge – meist mit Künstler, Titel, Version, Label und Startzeit.
- TrainspotterTrainspotter heißen Clubgäste, die vor der Booth stehen und dem DJ auf die Finger schauen, um Tracks und Technik zu identifizieren.
- Warm-upDas Warm-up ist das erste Set einer Clubnacht: Der DJ empfängt die Gäste, baut Stimmung und Energie langsam auf und bereitet den nächsten DJ vor.