DJ-Glossar
Mixing & Übergänge
Wie du Tracks verbindest: Beatmatching, Phrasing, Blends, Cuts und Übergangstechniken. 23 Begriffe, ausführlich erklärt.
- Bass SwapBeim Bass Swap tauschst du im Übergang den Bass zweier Tracks per Low-EQ: Der neue läuft erst ohne Bass mit, auf einer Eins wechselt der Bass die Seite.
- BeatmatchingBeatmatching heißt, zwei Tracks in Tempo und Phase so anzugleichen, dass ihre Beats exakt übereinanderliegen – die Grundlage fast jedes DJ-Übergangs.
- BlendEin Blend ist ein Übergang, bei dem zwei Tracks über mehrere Takte gemeinsam laufen: Der neue wird eingeblendet, der alte ausgeblendet – meist mit EQ-Arbeit.
- Brake (Vinyl Brake)Ein Brake lässt den Track abbremsen wie einen Plattenspieler, dem der Motor ausgeht: Tempo und Tonhöhe sinken bis zum Stillstand, dann startet der neue Track.
- Crowd lesenCrowd lesen heißt, die Reaktionen der Tanzfläche zu beobachten und die Musik daran anzupassen – die Fähigkeit, die einen DJ von einer Playlist unterscheidet.
- Cut (Hard Cut)Ein Cut (Hard Cut) ist ein Übergang ohne Überblendung: Der alte Track verstummt genau auf der Eins, auf der der neue mit voller Lautstärke einsetzt.
- Double DropBeim Double Drop laufen zwei Tracks so exakt übereinander, dass ihre Drops auf derselben Eins kommen – typisch für Drum & Bass und Dubstep.
- Drop SwapBeim Drop Swap kommt statt des nächsten Drops des alten Tracks der Drop des neuen: gleicher Moment, neue Energie – ein Klassiker in Drum & Bass und Dubstep.
- Echo OutBeim Echo Out klingt der alte Track als Echo aus: Der Kanal geht zu, die Wiederholungen laufen im Takt weiter, während der neue Track startet.
- Energiekurve (Energy Flow)Die Energiekurve beschreibt, wie sich die Intensität eines DJ-Sets über die Zeit entwickelt – vom ruhigen Start über Höhepunkte bis zum Ausklang.
- EQ-MixingEQ-Mixing heißt, Übergänge mit den EQ-Reglern zu gestalten: Höhen, Mitten und Bass zweier Tracks werden nacheinander getauscht, statt einfach überzublenden.
- Gain StagingGain Staging heißt, den Pegel an jeder Stufe der Signalkette sinnvoll einzustellen – laut genug für Druck, mit genug Reserve, damit nichts verzerrt.
- Halftime & Double TimeHalftime und Double Time bezeichnen das halbe und doppelte Tempo eines Tracks – und einen Groove, der sich trotz gleicher BPM halb so schnell anfühlt.
- Harmonic MixingHarmonic Mixing heißt, Tracks nach passenden Tonarten zu kombinieren, damit sich Melodien und Basslines im Übergang nicht reiben – etwa mit dem Camelot-Rad.
- Nudging (Pitch Bend)Nudging (Pitch Bend) heißt, einen Track kurz anzuschieben oder abzubremsen, um die Beats wieder übereinanderzulegen – ohne das eingestellte Tempo zu ändern.
- PhrasingPhrasing heißt, Tracks so zu mischen, dass ihre Abschnitte von meist 8, 16 oder 32 Takten gemeinsam wechseln – so klingen Übergänge natürlich statt holprig.
- SpinbackBeim Spinback drehst du Plattenteller oder Jogwheel kräftig rückwärts: Der alte Track rauscht zurück und bremst aus, auf der nächsten Eins startet der neue.
- Split CueSplit Cue legt im Kopfhörer den vorgehörten Track auf ein Ohr und den Master auf das andere – so vergleichst du beide getrennt, jeweils in Mono.
- SyncDie Sync-Taste gleicht Tempo und meist auch die Beat-Position eines Decks automatisch an ein anderes an – vorausgesetzt, das Beatgrid stimmt.
- Tempowechsel im SetEin Tempowechsel im Set bringt die BPM von einem Bereich in einen anderen – schrittweise über mehrere Tracks oder als bewusster Sprung mit eigener Technik.
- TrainwreckEin Trainwreck ist ein misslungener Übergang, bei dem zwei Tracks hörbar aus dem Takt laufen und die Beats chaotisch übereinanderpoltern.
- Übergang (Transition)Ein Übergang (Transition) ist der Wechsel von einem Track zum nächsten – vom harten Cut auf einen Schlag bis zum Blend, bei dem beide Tracks minutenlang laufen.
- Vorhören (Cue/PFL)Vorhören (Cue oder PFL) heißt, einen Kanal nur auf den Kopfhörer zu legen, um den nächsten Track vorzubereiten, ohne dass das Publikum etwas hört.