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Alle Schritte und Abschnitte

Schritt 2 von 13

Versteh die Grundlagen

Klang, Frequenzen, Takt und Genres: Hör und sieh, woraus Musik besteht – mit interaktiven Beispielen.

Du musst kein Toningenieur sein, um aufzulegen. Aber ein bisschen Theorie spart dir viele Stunden Rätselraten. Wenn ein Übergang matscht, die Tanzfläche bei einem Mix plötzlich unruhig wird oder zwei Tracks einfach nicht zusammenpassen wollen, steckt fast immer eine von drei Ursachen dahinter: Frequenzen, die sich überlagern, ein Einsatz an der falschen Stelle im Takt oder Genres, deren Rhythmus nicht zueinander passt.

Warum Grundlagen beim Mixen helfen

Beim Mixen laufen zwei Tracks gleichzeitig. Was einzeln großartig klingt, kann zusammen zu viel sein. Zwei Basslines auf einmal drücken die Anlage an ihre Grenzen, zwei Gesangsspuren konkurrieren in den Mitten. Wer weiß, wo im Frequenzspektrum Kick, Bass, Stimme und Hi-Hats sitzen, greift beim Übergang gezielt zum richtigen EQ-Regler, statt wahllos zu drehen. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt der Ratgeber EQ-Übergänge: Bass tauschen.

Genauso wichtig ist die Zeit: Clubmusik ist in Takten und Phrasen gebaut. Wer mitzählt, startet den nächsten Track dort, wo musikalisch ohnehin etwas Neues passiert. Mehr dazu in Phrasing erklärt.

So nutzt du die Beispiele

Unter diesem Text findest du interaktive Demos. Geh sie am besten der Reihe nach durch, denn sie bauen aufeinander auf: von der einzelnen Sinuswelle über Obertöne und Klangfarbe zum EQ, dann zu Takt und BPM und am Ende zum Vergleich von zwölf Genres.

Ein paar Hinweise, damit du möglichst viel mitnimmst:

  • Hör über Kopfhörer oder richtige Boxen. Laptop- und Handy-Lautsprecher geben tiefe Bässe kaum wieder, und genau dort passiert beim Mixen viel.
  • Fang leise an. Reine Sinustöne und hohe Frequenzen können unangenehm sein. Dreh lieber nach und nach auf.
  • Zähl laut mit. Beim Beat-Zähler und bei den Genre-Loops hilft es, die Schläge mitzusprechen oder mitzuklopfen.
  • Vergleich bewusst. Spiel zwei Genres direkt nacheinander und achte darauf, was sich ändert: Tempo, Position der Kick, Bass, Grundstimmung.

Danach weißt du genug, um in Finde deine Musikrichtung gezielt nach deinem Stil zu suchen.

Klang ist Schwingung – und die Sinuswelle ihr Grundbaustein

Jeder Ton, den du hörst, ist eine schnelle Druckschwankung der Luft. Die einfachste denkbare Schwingung ist die Sinuswelle: ein reiner Ton ohne jede Klangfarbe, wie ein Stimmgabel- oder Testton.

Zwei Werte beschreiben sie: Die Frequenz (in Hertz, Schwingungen pro Sekunde) bestimmt die Tonhöhe – der Kammerton A hat 440 Hz. Die Amplitude bestimmt die Lautstärke. Menschen hören etwa von 20 Hz bis 20.000 Hz. Probier es aus: Je höher die Frequenz, desto enger liegen die Wellen beieinander.

252 Hz · H3
70 %

Eine Schwingung dauert 3.97 ms. Tipp: Lautstärke am Gerät vorher leise stellen.

Aus Sinuswellen wird Klang

Musik besteht nicht aus einer einzigen Sinuswelle, sondern aus sehr vielen gleichzeitig. Jedes Instrument erzeugt einen Grundton und darüber Obertöne – Sinuswellen mit dem Doppelten, Dreifachen, Vierfachen der Frequenz. Wie laut welcher Oberton ist, macht die Klangfarbe aus: Darum klingen ein Klavier und ein Synthesizer auf demselben Ton völlig verschieden.

Synthesizer nutzen genau das: Ein Sägezahn enthält alle Obertöne und klingt hell und scharf (typisch für Trance-Leads und Basslines), ein Rechteck nur die ungeraden und klingt hohl. Bau dir unten selbst einen Klang aus acht Sinuswellen.

110 Hz · 100 %
220 Hz · 0 %
330 Hz · 33 %
440 Hz · 0 %
550 Hz · 20 %
660 Hz · 0 %
770 Hz · 14 %
880 Hz · 0 %

Bass, Mitten, Höhen: das Frequenzspektrum

Ein Track verteilt seine Energie über das ganze Spektrum. Der EQ am DJ-Mixer teilt es in drei Bereiche – mit ihm sorgst du dafür, dass sich zwei Tracks im Übergang nicht gegenseitig zudecken.

BereichFrequenzenWas dort klingtFür DJs wichtig
Sub-Bass20–60 Hzmehr gefühlt als gehört: Druck im BauchNie zwei Sub-Bässe gleichzeitig laufen lassen
Bass60–250 HzKick und BasslineBeim Übergang den Low-EQ tauschen (Bass-Swap)
Mitten250 Hz–4 kHzStimmen, Synths, Snare, AkkordeHier entsteht Matsch, wenn zwei Tracks sich überlagern
Höhen4–20 kHzHi-Hats, Becken, Glanz und LuftMit dem High-EQ Spannung auf- und abbauen

Dreh beim Abspielen den Bass ganz herunter („Kill“): Kick und Bassline verschwinden, der Rest des Tracks läuft weiter.

0 dB
0 dB
0 dB

Takt, BPM und Phrasen

Fast alle Clubmusik steht im 4/4-Takt: vier Schläge (Beats) pro Takt. Das Tempo misst du in BPM – Beats pro Minute. Takte bündeln sich zu Phrasen von 8, 16 oder 32 Takten; an ihren Grenzen passiert etwas Neues (Breakdown, Drop, neue Spur). Wer mitzählt, startet Übergänge am richtigen Punkt.

So sieht ein Loop in DJ-Software aus: Die großen orangen Spitzen sind die Kicks (der Bass-Anteil ist farbig markiert), die senkrechten Linien das Beatgrid. Zähl mit:

124 BPM

Musikgenres im Vergleich: Was macht den Unterschied?

Genres unterscheiden sich vor allem in fünf Dingen – und genau die entscheiden, welche Tracks du gut miteinander mixen kannst:

  • Tempo: von rund 90 BPM (Hip-Hop) bis über 170 BPM (Drum & Bass).
  • Rhythmus: gerader Kick auf jeder Zählzeit (Four-on-the-floor), gebrochene Breakbeats, Halftime oder Dembow.
  • Bass: Offbeat-Bass, rollender Psy-Bass, Wobble oder langer 808 – der Bass prägt das Gefühl eines Genres stark.
  • Klangfarbe: warme Akkorde, harte Synthesizer, organische Percussion oder Samples.
  • Aufbau und Energie: lange, hypnotische Steigerungen (Techno) oder große Breakdowns und Drops (Trance, Hardstyle).
Genres mit typischem Tempo und Rhythmus
GenreTempoRhythmusHerkunft
House118–128 BPMFour-on-the-floorChicago, Mitte der 1980er
Deep House115–124 BPMFour-on-the-floorChicago und New York, Ende der 1980er
Techno125–140 BPMFour-on-the-floorDetroit Mitte der 1980er, groß geworden in Berlin und Frankfurt
Hardtechno145–160 BPMFour-on-the-floorDeutschland und Belgien, 1990er; seit den 2020ern wieder sehr populär
Trance132–140 BPMFour-on-the-floorDeutschland (Frankfurt), Anfang der 1990er
Psytrance138–148 BPMFour-on-the-floorGoa (Indien), Anfang der 1990er
Drum & Bass170–176 BPMBreakbeatLondon, Anfang der 1990er (aus Jungle)
Dubstep138–142 BPMHalftimeLondon (Croydon), Anfang der 2000er
Hip-Hop85–100 BPMBoom Bap / BackbeatNew York (Bronx), 1970er – DJs erfanden den Breakbeat
Reggaeton & Latin88–100 BPMDembowPuerto Rico und Panama, 1990er
Afro House118–124 BPMFour-on-the-floor + PolyrhythmikSüdafrika, 2000er
Hardstyle150–160 BPMFour-on-the-floorNiederlande, Anfang der 2000er
  • House

    118–128 BPM · Four-on-the-floor

    Gerader Kick auf jeder Zählzeit, Clap auf 2 und 4, offene Hi-Hats zwischen den Kicks – dazu Basslines, Orgel- und Piano-Akkorde aus Disco und Soul.

    Rhythmus
    Kick auf allen vier Zählzeiten, Offbeat-Hi-Hat sorgt für den typischen Schwung.
    Bass
    Melodische, oft funky Basslines zwischen den Kicks.
    Sound
    Warme Akkorde, Vocals und Samples aus Disco, Soul und Gospel.

    Ein Takt im Raster

    Rhythmusmuster eines Takts (House): 16 Sechzehntel, gefüllte Felder sind Schläge
    KickSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePause
    Snare/ClapPausePausePausePauseSchlagPausePausePausePausePausePausePauseSchlagPausePausePause
    Hi-HatPausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPause
    BassPausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPause
    124 BPM

    Typische DJs: Purple Disco Machine, Fisher, Peggy Gou, Solomun

  • Deep House

    115–124 BPM · Four-on-the-floor

    Die ruhigere, jazzigere Seite von House: weicher Kick, lange Akkordflächen mit Septimen, tiefer runder Bass.

    Rhythmus
    Gerader, aber weicherer Kick; Rimshots und Shaker statt harter Claps.
    Bass
    Tiefer Sub-Bass mit wenigen, langen Tönen.
    Sound
    Jazz- und Soul-Akkorde (Septimen), viel Raum und Hall.

    Ein Takt im Raster

    Rhythmusmuster eines Takts (Deep House): 16 Sechzehntel, gefüllte Felder sind Schläge
    KickSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePause
    Snare/ClapPausePausePauseSchlagPausePausePausePausePauseSchlagPausePausePausePauseSchlagPause
    Hi-HatPausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPause
    BassSchlagPausePausePausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePausePausePause
    120 BPM

    Typische DJs: Kerri Chandler, Black Coffee

  • Techno

    125–140 BPM · Four-on-the-floor

    Reduziert, hypnotisch und maschinell: Kick und Bass bilden eine Einheit, Melodien treten zurück, Spannung entsteht durch Wiederholung und Filter.

    Rhythmus
    Kräftiger Kick auf jeder Zählzeit, Offbeat-Hi-Hats, Percussion in kurzen Loops.
    Bass
    Rumble: ein tiefes, rollendes Grollen direkt hinter dem Kick.
    Sound
    Synthetisch, dunkel, wenig Harmonie – Fokus auf Groove und Textur.

    Ein Takt im Raster

    Rhythmusmuster eines Takts (Techno): 16 Sechzehntel, gefüllte Felder sind Schläge
    KickSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePause
    Snare/ClapPausePausePausePauseSchlagPausePausePausePausePausePausePauseSchlagPausePausePause
    Hi-HatPausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPause
    BassPauseSchlagSchlagPausePauseSchlagSchlagPausePauseSchlagSchlagPausePauseSchlagSchlagPause
    132 BPM

    Typische DJs: Charlotte de Witte, Amelie Lens, Sven Väth, Ben Klock

  • Hardtechno

    145–160 BPM · Four-on-the-floor

    Schneller und härter als Techno: verzerrter Kick, dichte Hi-Hats, kaum Pausen – maximale Energie für die Peak Time.

    Rhythmus
    Verzerrter, langer Kick auf jeder Zählzeit, durchgehende Sechzehntel-Hats.
    Bass
    Der verzerrte Kick ist gleichzeitig der Bass.
    Sound
    Rau, laut, oft mit Rave-Stabs aus den 90ern.

    Ein Takt im Raster

    Rhythmusmuster eines Takts (Hardtechno): 16 Sechzehntel, gefüllte Felder sind Schläge
    KickSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePause
    Snare/ClapPausePausePausePauseSchlagPausePausePausePausePausePausePauseSchlagPausePausePause
    Hi-HatPauseSchlagSchlagSchlagPauseSchlagSchlagSchlagPauseSchlagSchlagSchlagPauseSchlagSchlagSchlag
    150 BPM

    Typische DJs: Sara Landry, Dax J, I Hate Models

  • Trance

    132–140 BPM · Four-on-the-floor

    Euphorisch und melodisch: Offbeat-Bass, schnelle Arpeggios, große Supersaw-Flächen und lange Breakdowns mit Spannungsaufbau.

    Rhythmus
    Gerader Kick, Bass immer genau zwischen den Kicks (Offbeat).
    Bass
    Kurzer Offbeat-Bass, der den Takt nach vorne treibt.
    Sound
    Hymnische Melodien, Arpeggios und breite Supersaw-Akkorde.

    Ein Takt im Raster

    Rhythmusmuster eines Takts (Trance): 16 Sechzehntel, gefüllte Felder sind Schläge
    KickSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePause
    Snare/ClapPausePausePausePauseSchlagPausePausePausePausePausePausePauseSchlagPausePausePause
    Hi-HatPausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPause
    BassPausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPause
    138 BPM

    Typische DJs: Armin van Buuren, Paul van Dyk, ATB, Above & Beyond

  • Psytrance

    138–148 BPM · Four-on-the-floor

    Erkennbar am rollenden Bass: Auf jeden Kick folgen drei kurze Basstöne. Dazu psychedelische Effekte und Acid-Linien.

    Rhythmus
    Gerader Kick, die Lücken füllt ein Bass in Sechzehnteln (Kick-Bass-Bass-Bass).
    Bass
    Kurzer, rollender Bass – das wichtigste Erkennungsmerkmal.
    Sound
    Psychedelische Effekte, Acid-Sounds, schnelle Modulationen.

    Ein Takt im Raster

    Rhythmusmuster eines Takts (Psytrance): 16 Sechzehntel, gefüllte Felder sind Schläge
    KickSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePause
    Snare/ClapPausePausePausePausePausePausePausePausePausePausePausePausePausePausePausePause
    Hi-HatPausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPause
    BassPauseSchlagSchlagSchlagPauseSchlagSchlagSchlagPauseSchlagSchlagSchlagPauseSchlagSchlagSchlag
    142 BPM

    Typische DJs: Vini Vici, Infected Mushroom, Astrix

  • Drum & Bass

    170–176 BPM · Breakbeat

    Sehr schnelle, gebrochene Beats statt geradem Kick, darunter tiefe Basslines in halbem Tempo – schnell und trotzdem rollend.

    Rhythmus
    Kein gerader Kick: Kick und Snare im „Two-Step“-Muster, Snare auf 2 und 4.
    Bass
    Tiefer Reese- oder Sub-Bass, der gefühlt halb so schnell läuft.
    Sound
    Von flüssig (Liquid) bis aggressiv (Neurofunk).

    Ein Takt im Raster

    Rhythmusmuster eines Takts (Drum & Bass): 16 Sechzehntel, gefüllte Felder sind Schläge
    KickSchlagPausePausePausePausePausePausePausePausePauseSchlagPausePausePausePausePause
    Snare/ClapPausePausePausePauseSchlagPausePausePausePausePausePausePauseSchlagPausePausePause
    Hi-HatSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPause
    BassSchlagPausePausePausePausePausePausePausePausePauseSchlagPausePausePausePausePause
    174 BPM

    Typische DJs: Andy C, Sub Focus, Chase & Status, Netsky

  • Dubstep

    138–142 BPM · Halftime

    140 BPM, aber gefühlt halb so schnell: Die Snare kommt erst auf der Drei. Dazwischen Platz für schwere, wobbelnde Bässe.

    Rhythmus
    Halftime: Kick auf der Eins, Snare auf der Drei – viel Raum.
    Bass
    Wobble-Bass: Ein Filter öffnet und schließt sich im Takt.
    Sound
    Dunkel und basslastig, im US-Stil (Brostep) laut und verzerrt.

    Ein Takt im Raster

    Rhythmusmuster eines Takts (Dubstep): 16 Sechzehntel, gefüllte Felder sind Schläge
    KickSchlagPausePausePausePausePausePausePausePausePausePausePausePausePausePausePause
    Snare/ClapPausePausePausePausePausePausePausePauseSchlagPausePausePausePausePausePausePause
    Hi-HatSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPause
    BassSchlagPausePausePausePausePausePausePausePausePauseSchlagPausePausePausePausePause
    140 BPM

    Typische DJs: Skrillex, Excision, Skream

  • Hip-Hop

    85–100 BPM · Boom Bap / Backbeat

    Langsam, mit Swing und starkem Backbeat: Kick und Snare im Wechsel, Samples aus Soul, Funk und Jazz – und Platz für Rap.

    Rhythmus
    Kick auf der Eins und dazwischen, Snare auf 2 und 4, oft mit Swing (Shuffle).
    Bass
    Bassline oder 808-Sub, im Trap mit langen, gleitenden Tönen.
    Sound
    Samples, Rhodes- und Klavierakkorde; Rap und Vocals stehen im Vordergrund.

    Ein Takt im Raster

    Rhythmusmuster eines Takts (Hip-Hop): 16 Sechzehntel, gefüllte Felder sind Schläge
    KickSchlagPausePausePausePausePausePausePauseSchlagPauseSchlagPausePausePausePausePause
    Snare/ClapPausePausePausePauseSchlagPausePausePausePausePausePausePauseSchlagPausePausePause
    Hi-HatSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPause
    BassSchlagPausePausePausePausePausePausePauseSchlagPauseSchlagPausePausePausePausePause
    92 BPM

    Typische DJs: DJ Premier, DJ Jazzy Jeff, Kool Herc

  • Reggaeton & Latin

    88–100 BPM · Dembow

    Der Dembow-Rhythmus ist unverkennbar: gerader Kick plus Snare auf der „Drei-und“ – tanzbar, sommerlich, dominiert die Latin-Charts.

    Rhythmus
    Dembow: Kick auf jeder Zählzeit, Snare synkopiert (3 + 3 + 2 Sechzehntel).
    Bass
    Tiefer 808-Bass, der dem Kick folgt.
    Sound
    Gesang auf Spanisch, Synth-Plucks, oft Pop-Strukturen.

    Ein Takt im Raster

    Rhythmusmuster eines Takts (Reggaeton & Latin): 16 Sechzehntel, gefüllte Felder sind Schläge
    KickSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePause
    Snare/ClapPausePausePauseSchlagPausePauseSchlagPausePausePausePauseSchlagPausePauseSchlagPause
    Hi-HatSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPauseSchlagPause
    BassSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePause
    96 BPM

    Typische DJs: DJ Snake, Diplo

  • Afro House

    118–124 BPM · Four-on-the-floor + Polyrhythmik

    House-Fundament mit afrikanischer Percussion: Congas, Shaker und verschachtelte Rhythmen über dem geraden Kick, dazu Marimba- und Vocal-Motive.

    Rhythmus
    Gerader Kick, darüber Percussion in Gegenrhythmen (Polyrhythmik).
    Bass
    Warme, synkopierte Basslines.
    Sound
    Organische Percussion, Marimba, Gesang und Chants.

    Ein Takt im Raster

    Rhythmusmuster eines Takts (Afro House): 16 Sechzehntel, gefüllte Felder sind Schläge
    KickSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePause
    Snare/ClapPausePausePauseSchlagPausePausePausePausePausePauseSchlagPausePausePausePausePause
    Hi-HatSchlagSchlagSchlagSchlagSchlagSchlagSchlagSchlagSchlagSchlagSchlagSchlagSchlagSchlagSchlagSchlag
    BassSchlagPausePauseSchlagPausePauseSchlagPausePausePausePauseSchlagPausePausePausePause
    122 BPM

    Typische DJs: Black Coffee, Keinemusik, &ME, Adam Port

  • Hardstyle

    150–160 BPM · Four-on-the-floor

    Der Kick ist das Instrument: stark verzerrt und mit tonalem „Tail“. Dazu Supersaw-Melodien und große Festival-Hymnen.

    Rhythmus
    Gerader, extrem lauter Kick; im Drop oft nur Kick und Melodie.
    Bass
    Der verzerrte Kick-Tail spielt die Basstöne.
    Sound
    Euphorische Leads, Screeches, Festival-Energie.

    Ein Takt im Raster

    Rhythmusmuster eines Takts (Hardstyle): 16 Sechzehntel, gefüllte Felder sind Schläge
    KickSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePause
    Snare/ClapPausePausePausePauseSchlagPausePausePausePausePausePausePauseSchlagPausePausePause
    Hi-HatPausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPausePausePauseSchlagPause
    150 BPM

    Typische DJs: Headhunterz, Brennan Heart, D-Block & S-te-Fan

Tempo-Brücken zwischen Genres: Halbes und doppeltes Tempo passen zusammen. Hip-Hop mit 87 BPM lässt sich mit Drum & Bass auf 174 BPM mischen, Dubstep (140) wirkt halb so schnell wie sein Tempo. Die Beispiel-Loops sind vereinfacht synthetisiert – echte Tracks haben deutlich mehr Details.

Am Ende dieses Schritts

  • Ich weiß, was Frequenz und Amplitude bedeuten
  • Ich kenne die drei EQ-Bereiche Bass, Mitten und Höhen
  • Ich kann Beats und Takte mitzählen
  • Ich höre den Unterschied zwischen House, Techno und Drum & Bass

Hör Musik eine Woche lang bewusst: Zähl bei jedem Track die Takte bis zum ersten Breakdown.