DJ-Glossar · Software & Dateien
Export- und Performance-Modus
Auch: Export-Modus, Performance-Modus, Export Mode, Performance Mode, Export Mode rekordbox
Der Export-Modus bereitet Tracks samt Analyse und Cues für Club-Player auf USB-Stick vor, im Performance-Modus legst du direkt mit Software und Controller auf.
von Mario Kernich· 4 Min. Lesezeit
Export- und Performance-Modus sind zwei Arbeitsweisen einer DJ-Software. Im Export-Modus bereitest du Musik für eigenständige Geräte vor: Tracks, Analyse, Cue-Punkte und Playlists wandern auf einen USB-Stick oder werden über das Netzwerk an Club-Player übergeben. Im Performance-Modus ist die Software selbst das Instrument – du legst mit Laptop und Controller auf.
Die Begriffe stammen aus rekordbox, das beide Modi ausdrücklich so trennt. Das Prinzip findest du aber auch bei anderen Herstellern: Für Standalone-Geräte gibt es eine Vorbereitungs-Software, für das Auflegen am Rechner ein Live-Programm.
Die zwei Modi im Vergleich
| Export-Modus | Performance-Modus | |
|---|---|---|
| Ziel | Musik für Club-Player oder Standalone-Geräte vorbereiten | mit der Software live auflegen |
| Hardware | Player lesen USB-Stick oder holen Tracks per Netzwerk | Controller, Mixer oder Player als Steuerung am Rechner |
| Ton kommt aus | dem Player bzw. Mixer | der Software über die Soundkarte |
| Laptop in der Booth | nicht nötig (außer beim Abspielen über Netzwerk) | nötig |
| Typische Arbeit | Analyse prüfen, Cues setzen, Playlists bauen, exportieren | mischen, Effekte, Sampler, Stems |
Bei rekordbox ist der Export-Modus ohne Abo nutzbar; für viele Funktionen im Performance-Modus brauchst du ein Abo oder einen Controller, der sie freischaltet (Stand: Oktober 2026). Mehr zur Programmwahl im Schritt DJ-Software wählen. Aktuelle Details stehen auf der Seite zu rekordbox.
Was beim Export passiert
- Analyse: Tracks werden analysiert, falls noch nicht geschehen. Beatgrid, Wellenform und Tonart sind die Grundlage für die Anzeige am Player.
- Vorbereitung: Du setzt Hot Cues und Memory Cues, prüfst Grids und baust Playlists.
- Export: Die Software kopiert die Dateien auf den Stick und schreibt eine eigene Datenbank daneben, die der Player liest.
- Abspielen: Am Player erscheinen Playlists, Wellenform, Cues und Loops so, wie du sie vorbereitet hast.
Die ausführliche Anleitung mit Stick-Auswahl, Dateisystem und Checkliste steht im Ratgeber USB-Sticks für Club-Player vorbereiten. Was auf dem Medium landet, beschreibt der Eintrag USB-Stick für DJs.
Exportieren über das Netzwerk
Neben dem Stick erlauben manche Systeme, den Laptop per Netzwerkkabel mit den Club-Playern zu verbinden. Die Player laden die Tracks dann direkt aus der Bibliothek auf dem Rechner – praktisch, wenn du deine ganze Sammlung dabeihaben willst. Voraussetzung ist eine passende Netzwerkverbindung zwischen den Geräten. Der Laptop wird dabei zum Datenspeicher, nicht zum Instrument: Gemischt wird weiterhin an Playern und Mixer.
Performance-Modus: die Software als Instrument
Im Performance-Modus siehst du Decks, Mixer, Effekte und Sampler auf dem Bildschirm. Ein DJ-Controller oder ein Player im Steuerungsmodus bedient die Software. Hier zählen andere Dinge als beim Export: geringe Latenz, ein stabiler Rechner und ein passendes Audio-Setup. Was du zu Hause im Performance-Modus vorbereitest – Cues, Grids, Playlists –, steht dir in der Regel auch im Export-Modus zur Verfügung, weil beide auf dieselbe Bibliothek zugreifen.
Welche Arbeitsweise passt zu dir?
- Du spielst in Clubs mit Standard-Playern: Export-Modus. Du kommst mit Sticks und musst nichts umbauen.
- Du spielst mit eigenem Controller auf Partys, Hochzeiten oder in Bars: Performance-Modus.
- Beides: Viele DJs üben zu Hause im Performance-Modus am Controller und exportieren für Gigs. Achte darauf, dass dein Controller zu dem Programm passt, das auch den Export erledigt – dann gibt es keine doppelte Arbeit.
Hot Cues und Memory Cues
Für den Export lohnt ein Blick auf die Art der Markierungen. rekordbox unterscheidet zum Beispiel Hot Cues, die du am Player per Pad direkt anspringst, und Memory Cues, die als Marker in der Wellenform stehen und über Tasten nacheinander angesteuert werden. Memory Cues eignen sich für Orientierungspunkte wie Breakdown oder Outro, Hot Cues für Stellen, an denen du im Mix eingreifen willst. Andere Programme kennen nur Hot Cues oder bilden ähnliche Konzepte anders ab. Wer für Club-Player vorbereitet, setzt beide Arten bewusst – mehr zu den Grundlagen unter Hot Cue.
Typische Fehler
- Nur den Ordner kopieren statt exportieren: Dateien laufen dann zwar teils am Player, aber ohne Analyse, Cues und Playlists.
- Exportieren und danach weiter in der Bibliothek ändern: Änderungen landen erst mit dem nächsten Export auf dem Stick.
- Hot Cues nur im Performance-Modus testen: Am Player sehen Farben und Anordnung je nach Gerät anders aus. Einmal am echten Gerät prüfen lohnt sich.
Häufige Fragen zu Export- und Performance-Modus
Was ist der Unterschied zwischen Export-Modus und Performance-Modus?
Im Export-Modus bereitest du Musik für Club-Player oder Standalone-Geräte vor und spielst später ohne Laptop. Im Performance-Modus legst du direkt mit der Software auf, gesteuert per Controller, und der Ton kommt aus dem Rechner. Beide greifen auf dieselbe Bibliothek mit Analyse, Cues und Playlists zu.
Brauche ich für den Export-Modus ein Abo?
Bei rekordbox ist der Export-Modus ohne Abo nutzbar, Abos betreffen vor allem Funktionen im Performance-Modus und Zusatzdienste. Andere Hersteller bieten ihre Vorbereitungs-Software für Standalone-Geräte ebenfalls kostenlos an. Prüfe die aktuellen Bedingungen auf der Herstellerseite, sie ändern sich gelegentlich.
Reicht es, Musikdateien einfach auf den USB-Stick zu kopieren?
Viele Player spielen kopierte MP3-Dateien zwar ab, aber ohne Beatgrid, Wellenform, Cue-Punkte und Playlists aus deiner Bibliothek. Die Suche wird mühsam, Sync und Loops arbeiten ungenau. Für Gigs solltest du deshalb immer über die Software exportieren.