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DJ-Glossar · Sound & Effekte

Sub-Bass

Auch: Subbass, Tiefbass, Low End

Sub-Bass ist der tiefste Frequenzbereich unter etwa 60 Hz. Du spürst ihn mehr, als du ihn hörst – und brauchst einen Subwoofer, um ihn wiederzugeben.

von · 3 Min. Lesezeit

Sub-Bass ist der tiefste Teil des hörbaren Spektrums, grob von 20 bis etwa 60 Hz. Er liefert den Druck, den du auf der Tanzfläche im Körper spürst, aber im Kopfhörer oder auf Laptop-Lautsprechern kaum hörst. Viele Genres, von Dubstep über Drum and Bass bis zu Techno und Hip-Hop, leben von einem kräftigen Sub-Bass.

Gefühlt statt gehört

Das Gehör ist im Tiefbass wenig empfindlich. Damit Sub-Bass genauso laut wirkt wie Mitten, braucht er deutlich mehr Schallenergie. Gleichzeitig nimmt der Körper die tiefen Schwingungen direkt wahr, über Brustkorb und Bauch. Darum wirkt ein Track auf einer Clubanlage so anders als zu Hause: Erst dort entfaltet der Sub-Bass seine Wirkung. Wo er im Gesamtspektrum liegt, zeigt der Eintrag Frequenz.

252 Hz · H3
70 %

Eine Schwingung dauert 3.97 ms. Tipp: Lautstärke am Gerät vorher leise stellen.

Stell eine tiefe Frequenz ein, etwa 40 Hz: Auf kleinen Lautsprechern hörst du sie kaum oder gar nicht.

Was du zur Wiedergabe brauchst

Kleine Lautsprecher und die meisten Kopfhörer geben Sub-Bass nur schwach oder gar nicht wieder. Für echten Tiefbass braucht es große Membranen und Gehäuse, also einen Subwoofer. Zuhause zeigt dir ein Studiosubwoofer, was im Track wirklich passiert; die Auswahl findest du unter Studio-Subwoofer und im Subwoofer-Finder. Bei Veranstaltungen übernehmen das die Bassboxen der PA-Anlage.

Wer ohne Subwoofer übt, sollte wissen: Was dort fehlt, ist im Club womöglich zu viel. Zwei sich überlagernde Sub-Bässe fallen über kleine Boxen nicht auf, über eine Clubanlage aber sofort.

Sub-Bass im Mix

  • Nur ein Sub zur Zeit: Laufen zwei Tracks mit Sub-Bass gleichzeitig, addieren sich die Pegel, und je nach Tonhöhe und Phasenlage entstehen Dröhnen oder Auslöschungen. Deshalb gilt der Bass Swap auch und gerade für den Sub-Bereich.
  • Headroom im Blick: Tiefe Frequenzen brauchen viel Verstärkerleistung und Pegelreserve. Ein zu stark angehobener Low-Regler schiebt den Master schnell in den roten Bereich.
  • Tonart beachten: Sub-Bass hat eine Tonhöhe. Zwei Basslines in nicht passenden Tonarten reiben sich im Übergang hörbar.
  • Mono: Sub-Bass wird in vielen Clubs mono wiedergegeben, auch weil sich tiefe Frequenzen kaum orten lassen. Ein Stereo-Bass mit gegenphasigen Anteilen kann in der Monosumme an Druck verlieren – siehe Phasenauslöschung.

Sub-Bass beim Üben und Kaufen

Für die Tracksuche und das Vorbereiten reicht ein Kopfhörer mit gutem Tiefgang. Ob ein Track wirklich Sub-Bass hat, verrät auch ein Blick auf die farbige Wellenform in der DJ-Software, die tiefe Frequenzen oft in eigener Farbe zeigt. Willst du zu Hause realistisch üben, lohnt ein Monitor-Setup mit Subwoofer – Hilfe bei der Wahl gibt der Ratgeber Das perfekte DJ-Setup für zu Hause.

Häufige Fragen zu Sub-Bass

Was ist Sub-Bass?

Sub-Bass ist der tiefste Frequenzbereich, grob von 20 bis etwa 60 Hertz. Er liefert den Druck, den du auf der Tanzfläche im Körper spürst. Über kleine Lautsprecher und viele Kopfhörer ist er kaum hörbar, für die Wiedergabe braucht es einen Subwoofer oder die Bassboxen einer PA.

Warum höre ich den Sub-Bass im Kopfhörer nicht?

Viele Kopfhörer und kleine Lautsprecher geben die tiefsten Frequenzen nur schwach wieder, und das Gehör ist dort ohnehin wenig empfindlich. Auf der Clubanlage spürst du ihn dann plötzlich deutlich. Darum lohnt es sich, Übergänge auch über Monitore mit Subwoofer oder auf einer echten Anlage zu üben.

Braucht man einen Subwoofer zum Auflegen?

Zum Lernen nicht unbedingt, aber er hilft. Ohne Subwoofer hörst du nicht, ob sich im Übergang zwei Sub-Bässe überlagern, was im Club sofort auffällt. Für Partys und Veranstaltungen ist ein Subwoofer fast immer nötig, damit elektronische Musik den nötigen Druck bekommt.

Was ist der Unterschied zwischen Bass und Sub-Bass?

Sub-Bass ist der unterste Teil des Bassbereichs, grob bis etwa 60 Hertz, den man vor allem im Körper spürt. Darüber liegt der Bass bis etwa 250 Hertz mit dem hörbaren Kick und dem Ton der Bassline. Kleine Lautsprecher geben den Bass noch einigermaßen wieder, den Sub-Bass aber kaum. Die Grenzen sind fließend.

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