DJ-Glossar · Sound & Effekte
Noise
Auch: Noise-Effekt, White Noise, Weißes Rauschen, Rauscheffekt, Noise Sweep
Noise ist ein Rauschen, das DJ-Mixer als Effekt erzeugen. Gefiltert und hochgefahren wird es zum Riser, der vor dem Drop Spannung aufbaut.
von Mario Kernich· 2 Min. Lesezeit
Noise ist ein vom Mixer oder der DJ-Software erzeugtes Rauschen, das du in den Mix mischst. Meist ist es weißes Rauschen, das durch ein Filter läuft. Dreht man das Filter langsam auf, entsteht ein ansteigendes Zischen – ein Riser, wie ihn Produzenten in Build-ups einsetzen. Der Effekt baut Spannung auf und kaschiert Übergänge.
Weißes und rosa Rauschen
Rauschen ist ein Zufallssignal ohne Tonhöhe. Weißes Rauschen enthält alle Frequenzen mit gleicher Energie pro Hertz. Weil das Gehör hohe Frequenzen dichter wahrnimmt, klingt es hell und zischend. Rosa Rauschen fällt zu den Höhen hin ab und enthält in jeder Oktave gleich viel Energie, es klingt dunkler und ausgewogener – Tontechniker nutzen es zum Einmessen von Anlagen. Am DJ-Mixer kommt meist weißes Rauschen zum Einsatz, weil es durch das Filter besonders deutlich wandert.
So setzt du Noise ein
An vielen Mixern ist Noise ein Color-FX: Der Regler mischt Rauschen hinzu und fährt dabei ein Filter. Nach rechts gedreht steigt das Rauschen hell an, nach links sinkt es dunkel ab. In den Beat-FX gibt es Noise oft zusätzlich als Sweep mit wählbarer Länge.
- Build-up verstärken: Über acht oder 16 Takte langsam aufdrehen, auf der Eins des Drops zurück auf null. Das funktioniert auch bei Tracks, die selbst keinen Riser haben.
- Übergang kaschieren: Das Rauschen füllt die Lücke, während du unter ihm den Track wechselst. Die Anleitung steht beim Noise-Riser-Übergang.
- Abwärts-Sweep: Nach dem Drop ein kurzes, absinkendes Rauschen als Akzent.
Takt 1 von 12 · Schlag 1 · 138.0 BPM
Deck A · Trance
Hauptteil Kick · Drums · Bass · Melodie
Deck B · Hardstyle
Drop Kick · Drums · Bass · Melodie
Lautstärke (Kanalfader)
Filteroben Hochpass, unten Tiefpass
EffekteNoise
Tempo138–150 BPM
Deck A Deck B EffekteWellenform: Original-Wellenform des Tracks, unabhängig von Fader, EQ und Effekten, kräftige Farbe = Bass · Gestrichelte Blöcke: Teil des Tracks ohne alle Spuren · Klick in die Zeitleiste springt dorthin
Mixer bei Takt 1
Deck A
Trance
138.0 BPM · Hauptteil
Deck B
Hardstyle
150.0 BPM · bereit (Cue)
Schritt für Schritt
Klangbeispiele aus selbst synthetisierten Loops, ohne Samples. Echte Tracks haben mehr Details. Den Bass-Tausch hörst du am besten mit Kopfhörern oder Boxen mit Tiefgang.
Worauf du achten solltest
Rauschen ist breitbandig und kann auf großen Anlagen sehr präsent und anstrengend klingen, vor allem in den Höhen. Drehe den Effekt nicht über die ganze Phrase auf Maximum, sondern steigere ihn langsam und nimm ihn auf dem Drop sofort heraus. Wer zu oft mit Noise arbeitet, nimmt dem Effekt die Wirkung – zumal viele aktuelle Tracks ihren eigenen Riser schon mitbringen. Liegen zwei Riser übereinander, klingt es schnell überladen.
Häufige Fragen zu Noise
Was ist der Noise-Effekt am DJ-Mixer?
Der Noise-Effekt erzeugt ein Rauschen, meist weißes Rauschen, das durch ein Filter läuft und in den Mix gemischt wird. Dreht man den Regler auf, steigt das Rauschen an und baut wie ein Riser Spannung auf. DJs nutzen ihn in Build-ups und um Übergänge zu kaschieren.
Was ist der Unterschied zwischen weißem und rosa Rauschen?
Weißes Rauschen hat in jedem Hertz gleich viel Energie und klingt hell und zischend. Rosa Rauschen fällt zu den Höhen ab und hat in jeder Oktave gleich viel Energie, es klingt dunkler und ausgewogener. DJ-Effekte nutzen meist weißes Rauschen, Techniker messen Anlagen mit rosa Rauschen ein.
Wie baue ich mit Noise einen Riser?
Starte acht oder 16 Takte vor dem Drop mit dem Noise-Regler in Nullstellung und dreh ihn langsam auf, sodass das Rauschen hell ansteigt. Auf der Eins des Drops drehst du ihn schlagartig zurück. Prüf vorher, ob der Track schon einen eigenen Riser hat, sonst stapeln sich zwei Rauschflächen.