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DJ-Glossar · Sound & Effekte

Frequenz (Hertz)

Auch: Frequenz, Hertz, Hz, Kilohertz, kHz, Frequenzspektrum

Die Frequenz gibt an, wie oft eine Schwingung pro Sekunde passiert, gemessen in Hertz. Tiefe Töne haben niedrige, hohe Töne hohe Frequenzen.

von · 4 Min. Lesezeit

Kick-DruckBasslineGesang, SynthsPräsenzHi-HatsSubBassuntereMittenMittenobereMittenHöhen20501002005001k2k5k10k20k HzDJ-EQLowMidHighJede Oktave (Verdopplung) ist gleich breit · Grenzen sind fließend und ungefährHörbereich etwa 20 Hz bis 20 kHz, die obere Grenze sinkt mit dem Alter
Das hörbare Spektrum von 20 Hz bis 20 kHz und wie sich die drei Bänder des DJ-EQs darauf verteilen. (eigene Illustration)

Die Frequenz gibt an, wie oft eine Schwingung pro Sekunde stattfindet. Gemessen wird sie in Hertz (Hz): 100 Hz bedeutet 100 Schwingungen pro Sekunde, 1 kHz (Kilohertz) 1.000. Je niedriger die Frequenz, desto tiefer der Ton. Für DJs ist sie die Grundlage, um EQ, Filter, Bass und die Anlage zu verstehen.

Was der Mensch hört

Der Hörbereich des Menschen wird meist mit etwa 20 Hz bis 20 kHz angegeben. An den Rändern nimmt die Empfindlichkeit stark ab, und mit dem Alter sowie nach Lärmbelastung schrumpft die obere Grenze deutlich. Unterhalb von etwa 20 Hz spricht man von Infraschall: Er wird eher gespürt als gehört. Am empfindlichsten ist das Gehör im Bereich einiger Kilohertz, wo auch Sprache besonders verständlich ist. Wie sich Lärm auf das Gehör auswirkt, erklärt der Ratgeber Gehörschutz für DJs.

Oktaven: warum Frequenzen logarithmisch sind

Das Gehör nimmt Tonhöhe nicht linear, sondern im Verhältnis wahr. Eine Verdopplung der Frequenz ist eine Oktave und klingt immer wie derselbe Schritt, egal ob von 50 auf 100 Hz oder von 5.000 auf 10.000 Hz. Deshalb sind Frequenzachsen in Grafiken, Analysern und EQ-Kurven logarithmisch eingeteilt. Und deshalb ist der Bassbereich, obwohl er nur wenige Hundert Hertz umfasst, für das Ohr genauso breit wie mehrere Tausend Hertz in den Höhen. Der Kammerton A, auf den Instrumente gestimmt werden, liegt bei 440 Hz – die Grundlage auch für die Tonart eines Tracks.

Die Frequenzbereiche im Clubtrack

BereichungefährWas dort passiert
Sub-Bass20 bis 60 HzDruck, den du im Bauch spürst
Bass60 bis 250 HzBassdrum, Bassline, Fundament
Untere Mitten250 bis 500 HzWärme, aber auch Dröhnen und Matsch
Mitten500 Hz bis 2 kHzGesang, Synths, Snare-Körper
Obere Mitten2 bis 4 kHzPräsenz, Durchsetzung, kann anstrengen
Höhenab 4 kHzHi-Hats, Becken, Luft, Zischlaute

Die Grenzen sind fließend und werden in der Literatur unterschiedlich gezogen. Für die Praxis reicht die Orientierung. Der EQ eines DJ-Mixers fasst diese Bereiche in drei oder vier Bänder zusammen, und der Sub-Bass hat einen eigenen Eintrag.

Grundton und Obertöne

Kaum ein Klang besteht aus nur einer Frequenz. Ein Ton hat einen Grundton, der die Tonhöhe bestimmt, und darüber Obertöne mit vielfachen Frequenzen, die den Klang färben. Darum klingt derselbe Ton auf Klavier und Synthesizer verschieden. Für DJs hat das eine praktische Folge: Wenn du mit dem EQ den Bass wegnimmst, ist die Bassline nicht komplett verschwunden, weil ihre Obertöne in den Mitten weiterklingen. Und kleine Lautsprecher, die den Grundton gar nicht wiedergeben, lassen den Bass über die Obertöne trotzdem erahnen.

110 Hz · 100 %
220 Hz · 0 %
330 Hz · 33 %
440 Hz · 0 %
550 Hz · 20 %
660 Hz · 0 %
770 Hz · 14 %
880 Hz · 0 %
Bau einen Klang aus Grundton und Obertönen und hör, wie sich die Klangfarbe verändert.

Wellenlänge: warum Bass Platz braucht

Schall breitet sich in Luft mit rund 343 Metern pro Sekunde aus (bei 20 °C). Die Wellenlänge ergibt sich aus Schallgeschwindigkeit geteilt durch Frequenz: Bei 1 kHz sind es etwa 34 Zentimeter, bei 100 Hz etwa 3,4 Meter, bei 40 Hz schon mehr als 8 Meter. Daraus folgt viel Praktisches:

  • Tiefe Frequenzen breiten sich rund um die Box aus, hohe strahlen gerichtet nach vorn.
  • In kleinen Räumen bilden tiefe Frequenzen stehende Wellen: An manchen Stellen dröhnt der Bass, an anderen fehlt er. Darum klingt der Bass an verschiedenen Stellen der Tanzfläche unterschiedlich.
  • Große Wellenlängen erfordern große Membranen und Gehäuse – deshalb gibt es für den Tiefbass eigene Subwoofer.

Wie gleichmäßig ein Gerät die Frequenzen wiedergibt, beschreibt sein Frequenzgang.

Häufige Fragen zu Frequenz (Hertz)

Was bedeutet Hertz?

Hertz ist die Einheit für die Frequenz und gibt an, wie oft eine Schwingung pro Sekunde passiert. 100 Hertz sind 100 Schwingungen pro Sekunde, ein Kilohertz sind 1.000. In der Musik bestimmt die Frequenz die Tonhöhe: niedrige Frequenzen klingen tief, hohe Frequenzen hoch.

Welche Frequenzen kann der Mensch hören?

Meist wird ein Bereich von etwa 20 Hertz bis 20 Kilohertz angegeben. An den Rändern sinkt die Empfindlichkeit stark, und mit dem Alter oder nach viel Lärm geht die obere Grenze deutlich zurück. Tiefe Frequenzen unter etwa 20 Hertz werden eher als Druck gespürt als gehört.

In welchem Frequenzbereich liegt der Bass?

Grob liegt der Sub-Bass bei etwa 20 bis 60 Hertz und der Bass bei etwa 60 bis 250 Hertz. Dort spielen Bassdrum und Bassline. Die Grenzen sind fließend und werden unterschiedlich gezogen. Der Low-Regler eines DJ-EQs deckt diesen Bereich ab und reicht je nach Gerät noch in die unteren Mitten.

Was ist eine Oktave?

Eine Oktave ist eine Verdopplung der Frequenz, zum Beispiel von 110 auf 220 Hertz. Das Gehör empfindet jede Oktave als gleich großen Schritt, egal wie hoch sie liegt. Deshalb sind Frequenzachsen in Analysern und EQ-Kurven logarithmisch eingeteilt.

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