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DJ-Glossar · Musik & Track-Aufbau

Outro

Auch: DJ-Outro, Mix-Outro, Outro eines Tracks, Beat-Outro

Das Outro ist der Schlussteil eines Tracks. In DJ-Versionen läuft es als schlanker Beat über 16 bis 32 Takte aus – Platz, um den nächsten Track einzublenden.

von · 4 Min. Lesezeit

ÜberlappungTrack ATrack BHauptteil AOutro A + Intro BHauptteil BBeide Teile sind schlank: nur Drums, kaum Bass, keine Vocals
Beim Übergang laufen das Outro des alten und das Intro des neuen Tracks gemeinsam. (eigene Illustration)

Das Outro ist der letzte Abschnitt eines Tracks, nachdem Hauptteil, Breakdowns und Drops vorbei sind. In Clubtracks und DJ-Versionen wird es Schritt für Schritt schlanker: Erst gehen Vocals und Melodie, dann der Bass, am Ende bleibt der reine Beat. Genau dieser Teil ist dafür gemacht, dass du ihn mit dem Intro des nächsten Tracks überlagerst.

Wie ein DJ-Outro aufgebaut ist

Ein typisches Outro spiegelt das Intro: Es läuft über 16 oder 32 Takte, und nach jeder Phrase fällt ein Element weg. Die letzten Takte sind oft nur Kick und Hi-Hat. Manche Produzenten lassen das Outro mit einem einzelnen Kick oder einem Hall-Ausklang enden, andere schneiden hart ab.

Für dich als DJ ist wichtig, wo das Outro beginnt. Dieser Punkt ist der späteste sinnvolle Moment, um den nächsten Track zu starten, wenn beide Teile genau übereinander laufen sollen.

Outro und Intro übereinanderlegen

Der klassische Übergang verbindet das Outro des alten mit dem Intro des neuen Tracks. Weil beide nur aus Beat bestehen, stören sie sich nicht. Die Rechnung ist einfach:

  1. Länge des Outros bestimmen: Zähle die Takte oder lies sie an der Wellenform ab.
  2. Länge des Intros bestimmen: Ebenso für den neuen Track.
  3. Startpunkt wählen: Sind beide gleich lang, startest du den neuen Track auf der ersten Eins des Outros. Ist das Intro länger, startest du entsprechend früher.
  4. Bass tauschen: Spätestens wenn im neuen Track der Bass kommt, nimmst du den Bass des alten raus – am saubersten per Bass Swap auf einer Eins.

Liegen die Phrasen richtig, endet das Outro genau dort, wo der neue Track in seinen Hauptteil geht. Der Ratgeber EQ-Übergänge und Bass tauschen zeigt, wie du dabei mit den Reglern arbeitest.

Wenn es kein Outro gibt

Viele Pop-, Rock- und Hip-Hop-Songs enden mit einem Fade-out oder einem abrupten Schluss. Ein Fade-out ist für DJs besonders tückisch, weil der Track leiser wird, während du gerade übergehen willst. Lösungen:

  • Rechtzeitig aussteigen: Starte den Übergang vor dem Fade-out, am Ende des letzten Refrains.
  • Loop setzen: Lege einen Loop über einen sauberen Takt vor dem Fade und halte den alten Track so lange am Laufen, wie du ihn brauchst.
  • Effekt-Ausstieg: Ein Echo Out auf einer Eins beendet den Track musikalisch, auch wenn er kein Outro hat.
  • DJ-Version nutzen: Extended Mixes und Outro-Edits haben ein sauberes Beat-Ende.

Takt 1 von 12 · Schlag 1 · 132.0 BPM

Deck A · Techno

Hauptteil Kick · Drums · Bass · Melodie

Deck B · Hardtechno

Hauptteil Kick · Drums · Bass · Melodie

Echo an

Lautstärke (Kanalfader)

EffekteEcho A

Tempo132–150 BPM

Deck A Deck B EffekteWellenform: Original-Wellenform des Tracks, unabhängig von Fader, EQ und Effekten, kräftige Farbe = Bass · Gestrichelte Blöcke: Teil des Tracks ohne alle Spuren · Klick in die Zeitleiste springt dorthin

Mixer bei Takt 1

Deck A

Techno

132.0 BPM · Hauptteil

High
Mid
Low
Filter
Fader
EchoHall

Deck B

Hardtechno

150.0 BPM · bereit (Cue)

High
Mid
Low
Filter
Fader
EchoHall

Schritt für Schritt

Klangbeispiele aus selbst synthetisierten Loops, ohne Samples. Echte Tracks haben mehr Details. Den Bass-Tausch hörst du am besten mit Kopfhörern oder Boxen mit Tiefgang.

Echo Out: Der alte Track endet mit einem Echo, der neue startet sauber auf der Eins.

Outros in der Vorbereitung

Setz bei der Vorbereitung einen Cue-Punkt an den Anfang des Outros und gib ihm eine feste Farbe. So siehst du während des Sets auf einen Blick, wann der laufende Track in die Zielgerade geht. Manche DJs markieren zusätzlich die letzte Phrase, in der noch Bass läuft.

Typische Fehler

  • Das Outro komplett ausspielen: Ein Outro ist ein Angebot zum Mischen, kein Pflichtprogramm. Wer jeden Track bis zum letzten Kick laufen lässt, verliert Energie.
  • Zu früh einsteigen: Startest du den neuen Track mitten im Hauptteil des alten, laufen zwei volle Arrangements übereinander.
  • Das Ende verpassen: Läuft das Outro aus und der neue Track ist noch nicht bereit, entsteht Stille. Halte immer einen Loop oder einen Effekt als Notausgang bereit.

Häufige Fragen zu Outro

Was ist ein Outro bei einem Track?

Das Outro ist der letzte Teil eines Tracks. In Clubmusik wird es nach und nach schlanker, bis am Ende nur der Beat übrig bleibt, meist über 16 oder 32 Takte. DJs nutzen diesen Bereich, um den nächsten Track einzublenden, weil sich zwei reine Beats leicht überlagern lassen, ohne dass Vocals oder Basslines kollidieren.

Wann sollte ich den nächsten Track starten?

Als Faustregel so, dass das Intro des neuen Tracks und das Outro des alten gleichzeitig enden. Sind beide gleich lang, startest du den neuen Track auf der ersten Eins des Outros. Ist das Intro länger, startest du früher und nimmst dabei den Bass des neuen Tracks heraus. Wichtig ist, immer am Anfang einer Phrase zu starten.

Wie lang ist ein Outro?

In Clubtracks meist 16 oder 32 Takte, bei 128 BPM also eine halbe oder eine ganze Minute. Oft ist es so lang wie das Intro desselben Tracks. Radioversionen haben dagegen häufig gar kein Outro, sondern enden mit einem Fade-out oder abrupt. Die genaue Länge liest du an der Wellenform oder an der Taktanzeige deiner Software ab.

Wie mische ich einen Song mit Fade-out?

Steig aus, bevor der Fade-out beginnt, etwa nach dem letzten Refrain. Alternativ setzt du einen Loop über einen sauberen Takt vor dem Fade und hältst den Track damit, bis der Übergang fertig ist. Ein Echo Out oder ein Cut auf der Eins sind weitere Möglichkeiten. Noch einfacher ist eine DJ-Version mit echtem Outro.

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