DJ-Glossar · Musik & Track-Aufbau
Track-ID (ID)
Auch: Track ID, Track-ID, ID – ID, Track identifizieren, Song-ID
Track-ID meint Künstler und Titel eines Tracks aus einem DJ-Set. „ID – ID“ steht in Tracklists für Stücke, die unbekannt oder unveröffentlicht sind.
von Mario Kernich· 3 Min. Lesezeit
Eine Track-ID ist die Angabe von Künstler und Titel eines Tracks, den ein DJ im Set gespielt hat. Unter Mitschnitten liest du deshalb ständig „Track ID?“. In Tracklists steht „ID“ als Platzhalter: „ID – ID“ heißt, dass Künstler und Titel unbekannt sind oder bewusst geheim bleiben, meist weil der Track noch nicht erschienen ist.
Warum so viele Tracks „ID“ heißen
Gerade in elektronischer Musik testen Produzenten neue Stücke lange vor dem Release im Club. Was als „ID“ in einer Tracklist auftaucht, ist deshalb oft:
- Unveröffentlichtes Material: eigene Produktionen oder Tracks befreundeter Produzenten, die noch kein Label haben.
- Promos: Tracks, die Labels vorab an DJs geschickt haben und die noch nicht im Handel sind.
- Edits und Bootlegs: eigene Bearbeitungen, die es nirgends zu kaufen gibt.
- Exklusive Versionen: etwa Dubplates oder Specials, die nur ein DJ spielt.
Manchmal heißt es auch „Künstler – ID“: Der Produzent ist bekannt, der Titel steht noch nicht fest. Erscheint der Track später, wird aus der ID eine normale Angabe – Tracklist-Datenbanken aktualisieren das oft nachträglich.
So findest du eine Track-ID
- Song-Erkennung per App: Funktioniert bei veröffentlichten Tracks gut, scheitert aber an unveröffentlichten Stücken, starken Effekten oder lauter Crowd.
- Tracklist-Datenbanken und Kommentare: Für bekannte DJs pflegen Fans Tracklists mit Zeitstempeln. Unter Mixen auf Streaming-Plattformen helfen oft andere Hörer.
- Den DJ fragen: Nach dem Set oder per Nachricht, freundlich und mit Zeitangabe im Mix. Viele DJs antworten, manche halten exklusive Tracks bewusst zurück.
- Labels und Newsletter beobachten: Unreleased IDs tauchen später als Release-Ankündigung wieder auf.
Hast du den Track gefunden, kaufst du ihn am besten dort, wo du die passende Dateiqualität bekommst – worauf du achten solltest, steht im Ratgeber Musik kaufen als DJ.
Etikette in der Booth
Frag während des Sets nur, wenn der DJ gerade Luft hat – zwischen zwei Übergängen ist ein schlechter Moment. Mit dem Handy über den Mixer zu leuchten oder aufs Display der Player zu schauen, gilt als unhöflich. Leute, die vor allem wissen wollen, was gespielt wird, nennt die Szene Trainspotter – liebevoll oder genervt, je nach Situation.
Track-IDs bei deinen eigenen Mixen
Wenn du Mixe veröffentlichst, gib eine Tracklist mit Zeitstempeln an. Das hilft Hörern, ist ein Zeichen von Respekt gegenüber den Produzenten und ist auf manchen Plattformen für die Lizenzierung wichtig. Wie das geht, erklärt DJ-Mixe aufnehmen und veröffentlichen. Eine sauber gepflegte Bibliothek mit vollständigen Tags macht das Erstellen der Tracklist fast automatisch.
Häufige Fragen zu Track-ID (ID)
Was bedeutet ID – ID in einer Tracklist?
ID – ID steht für einen Track, dessen Künstler und Titel nicht angegeben sind. Meist ist das Stück noch unveröffentlicht, etwa eine eigene Produktion, eine Promo oder ein Edit. Manchmal kennt auch der Ersteller der Tracklist den Track einfach nicht.
Wie finde ich heraus, welcher Track in einem DJ-Set lief?
Probier zuerst eine Song-Erkennungs-App, dann Tracklist-Datenbanken und die Kommentare unter dem Mix. Hilft das nicht, frag den DJ nach dem Set oder per Nachricht und nenn die Stelle im Mix. Unveröffentlichte Tracks lassen sich oft erst nach dem Release identifizieren.
Warum verraten manche DJs ihre Tracks nicht?
Weil Exklusivität Teil ihres Profils ist oder weil sie Promos und unveröffentlichte Tracks nicht vor dem Release bekannt machen dürfen. Viele DJs nennen Tracks aber gern, sobald sie erschienen sind, und unterstützen damit die Produzenten.