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DJ-Glossar · Mixing & Übergänge

Spinback

Auch: Backspin, Rewind, Spin-Back, Spinback-Effekt

Beim Spinback drehst du Plattenteller oder Jogwheel kräftig rückwärts: Der alte Track rauscht zurück und bremst aus, auf der nächsten Eins startet der neue.

von · 3 Min. Lesezeit

Ein Spinback, auch Backspin, ist ein Übergang, bei dem du den laufenden Track mit einer kräftigen Bewegung rückwärts drehst. Der Track rauscht hörbar zurück, verliert Schwung und verstummt. Auf der nächsten Eins startet der neue Track. Ursprünglich eine Technik am Plattenspieler, funktioniert der Spinback heute auch mit Jogwheels und als Effekt in der DJ-Software.

So funktioniert der Spinback

  1. Vorbereiten: Der neue Track steht auf seinem Cue-Punkt, meist auf einer markanten Eins.
  2. Warten auf das Ende der Phrase: Der alte Track läuft bis zum letzten Schlag eines Abschnitts.
  3. Zurückdrehen: Auf dem letzten Schlag schiebst du den Plattenteller oder das Jogwheel mit einem schnellen Schwung gegen die Laufrichtung. Der Track läuft rückwärts und wird dabei langsamer.
  4. Neuer Track auf der Eins: Während der alte ausrauscht, startest du den neuen Track auf der Eins.

Eine ausführliche Anleitung findest du beim Übergang Spinback. Hier kannst du ihn hören:

Takt 1 von 8 · Schlag 1 · 92.0 BPM

Deck A · Hip-Hop

Hook Kick · Drums · Bass · Melodie

Deck B · Reggaeton & Latin

Hook Kick · Drums · Bass · Melodie

Spinback

Lautstärke (Kanalfader)

Tempo92–96 BPM

Deck A Deck B EffekteWellenform: Original-Wellenform des Tracks, unabhängig von Fader, EQ und Effekten, kräftige Farbe = Bass · Gestrichelte Blöcke: Teil des Tracks ohne alle Spuren · Klick in die Zeitleiste springt dorthin

Mixer bei Takt 1

Deck A

Hip-Hop

92.0 BPM · Hook

High
Mid
Low
Filter
Fader
EchoHall

Deck B

Reggaeton & Latin

96.0 BPM · bereit (Cue)

High
Mid
Low
Filter
Fader
EchoHall

Schritt für Schritt

Klangbeispiele aus selbst synthetisierten Loops, ohne Samples. Echte Tracks haben mehr Details. Den Bass-Tausch hörst du am besten mit Kopfhörern oder Boxen mit Tiefgang.

Spinback: Der alte Track wird zurückgedreht, auf der Eins startet der neue.

Auf welchem Equipment?

  • Plattenspieler: Die Hand liegt auf der Platte und reißt sie zurück. Der Motor läuft weiter und bremst die Platte, dadurch klingt der Spinback typisch. Achtung: Bei zu wildem Schwung kann die Nadel springen.
  • DVS: Mit Timecode-Vinyl funktioniert der Spinback genauso, die Nadel springt aber nicht in einen anderen Track, sondern nur an eine andere Stelle im Timecode.
  • Controller und Player: Im Vinyl-Modus reagiert das Jogwheel auf Berührung. Ein Rückwärtsschwung auf der Oberfläche erzeugt den Spinback. Ohne Vinyl-Modus macht das Jogwheel nur einen Pitch Bend.
  • Software-Effekt: Viele Programme haben eine Spinback- oder Backspin-Funktion auf Tastendruck, deren Dauer einstellbar ist.

Rewind: der Spinback als Zugabe

In Reggae-, Dancehall- und Drum-&-Bass-Kultur heißt die Geste „Rewind“ oder „Pull up“: Feiert die Crowd einen Track besonders, dreht der DJ ihn zurück und spielt ihn noch einmal von vorn. Der Spinback ist hier kein Übergang, sondern eine Reaktion auf die Tanzfläche – und ein Ritual, das das Publikum oft regelrecht einfordert.

Typische Fehler

  • Falscher Zeitpunkt: Ein Spinback mitten in einer Phrase wirkt wie ein Unfall. Er gehört ans Ende eines Abschnitts.
  • Zu zaghaft: Ein halbherziger Schwung klingt wie ein Stolpern statt wie ein gewollter Effekt.
  • Zu oft: Der Spinback ist laut und auffällig. Sparsam eingesetzt wirkt er stärker.

Ein ähnlicher, aber gegensätzlicher Effekt ist der Brake, bei dem der Track vorwärts langsamer wird, bis er steht.

Häufige Fragen zu Spinback

Was ist ein Spinback?

Ein Spinback ist ein Übergang, bei dem der DJ den laufenden Track mit einem kräftigen Schwung am Plattenteller oder Jogwheel rückwärts dreht. Der Track rauscht zurück und verstummt, auf der nächsten Eins startet der neue Track. Der Effekt ist auffällig und setzt einen bewussten Bruch, typisch etwa in Hip-Hop, Dancehall und Drum & Bass.

Kann man einen Spinback mit einem DJ-Controller machen?

Ja. Schalte das Jogwheel in den Vinyl-Modus, damit es auf Berührung der Oberfläche reagiert, und dreh es mit einem schnellen Schwung rückwärts. Viele DJ-Programme bieten außerdem einen Spinback- oder Backspin-Effekt auf Tastendruck an. Ohne Vinyl-Modus macht das Jogwheel nur einen kurzen Pitch Bend.

Was ist der Unterschied zwischen Spinback und Rewind?

Technisch ist es dieselbe Bewegung. Spinback bezeichnet meist den Übergang zu einem neuen Track. Rewind, vor allem in Reggae, Dancehall und Drum & Bass, meint das Zurückdrehen und erneute Abspielen desselben Tracks, weil die Crowd ihn feiert. Dort ist es eine Reaktion auf die Tanzfläche.

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