DJ-Glossar
Sync
Auch: Sync-Button, Sync-Taste, Auto-Sync, Beat Sync, Synchronisation
Die Sync-Taste gleicht das Tempo eines Tracks automatisch an ein anderes Deck an, oft auch die Beat-Position – ein korrektes Beatgrid vorausgesetzt.
Die Sync-Taste übernimmt das Angleichen zweier Tracks auf Knopfdruck. Sie setzt das Tempo des Decks auf das eines anderen Decks oder einer Master-Tempovorgabe. Je nach Software und Einstellung richtet sie zusätzlich die Beat-Position aus, sodass die Beats direkt übereinanderliegen.
Wie Sync funktioniert
Die DJ-Software analysiert jeden Track beim Import: Sie ermittelt die BPM und legt ein Beatgrid an – ein Raster, das die Position jedes Beats markiert. Sync nutzt dieses Raster. Ist es korrekt, klappt das Angleichen zuverlässig. Liegt es daneben – etwa bei Live-Schlagzeug, schwankendem Tempo oder falsch erkanntem Downbeat –, laufen die Tracks trotz Sync auseinander.
Ist Sync „schummeln“?
Diese Debatte gibt es in der Szene seit Jahren. Sachlich betrachtet ist Sync ein Werkzeug: Es nimmt dir das Tempo-Angleichen ab und lässt dir mehr Zeit für Trackauswahl, Phrasing, EQ und Effekte. Was es nicht ersetzt, sind Gespür für Musik und Struktur.
- Vorteil: Mehr Kapazität für kreative Arbeit, besonders bei vier Decks oder vielen Effekten.
- Risiko: Wer nur Sync kennt, steht ohne korrektes Beatgrid oder an Vinyl-Plattenspielern auf verlorenem Posten.
Tipp: Lern Beatmatching mindestens einmal von Hand, auch wenn du später mit Sync spielst. Und prüf die Beatgrids deiner Tracks schon zu Hause, nicht erst im Club. Warum das zum Handwerk gehört, erklärt der Schritt Grundtechniken lernen.