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DJ-Glossar · Szene & Gigs

Soundcheck

Auch: Line-Check, Linecheck, Sound-Check, Tontest

Beim Soundcheck prüft der DJ vor dem Auftritt Signalweg, Pegel, Monitor, Kopfhörer und Mikrofon, damit beim ersten Track alles funktioniert.

von · 4 Min. Lesezeit

Player / Laptopalle DecksMixerGain, EQ, FaderPA-AnlageTanzflächeBooth-Monitoram PultKopfhörerCue / VorhörenMikrofonAnsagenMasterBooth1234561Signal von allen Decks und Kanälen2Gain so, dass nichts clippt3Lautstärke und Klang im Raum4Booth-Monitor hörbar, nicht zu laut5Vorhören (Cue) auf jedem Kanal6Mikrofon: Pegel und Rückkopplung
Beim Soundcheck prüfst du jede Station des Signalwegs, bevor das Publikum kommt. (eigene Illustration)

Beim Soundcheck prüfst du vor deinem Auftritt, ob die Technik funktioniert und richtig eingestellt ist: Kommt von jedem Deck ein Signal, stimmen die Pegel, ist der Booth-Monitor gut hörbar, funktioniert das Mikrofon ohne Rückkopplung? Im Club ist für DJs oft nur ein kurzer Line-Check möglich, bei mobilen Gigs mit eigener Anlage ist der Soundcheck dagegen Pflicht.

Soundcheck oder Line-Check?

  • Soundcheck: ausführliche Prüfung vor Beginn, meist ohne Publikum. Klang der Anlage im Raum, Lautstärke, Monitor, Mikrofone. Typisch für mobile DJs, Live-Acts und Festivals mit Zeit vor der Öffnung.
  • Line-Check: kurze Prüfung, ob jedes Signal ankommt. Typisch im Club, wo du während des laufenden Abends übernimmst und vor Publikum nichts mehr „testen“ kannst. Hier prüfst du im Kopfhörer, ob dein Player oder Laptop am Mixer ankommt.

Die Stationen im Überblick

Die Grafik zeigt die Stationen entlang des Signalwegs:

  1. Quellen: Kommt von jedem Player, jedem Deck und dem Laptop ein Signal am Mixer an? Jeden Kanal kurz im Kopfhörer anhören.
  2. Gain und Pegel: Die Kanäle so einstellen, dass die Pegelanzeige im grünen Bereich bleibt und auch laute Stellen nicht clippen. Grundlagen unter Gain Staging.
  3. PA und Raum: Lautstärke und Klang auf der Tanzfläche prüfen, nicht nur hinter dem Pult. Ein Rundgang durch den Raum zeigt, ob Bass und Höhen ausgewogen sind.
  4. Booth-Monitor: Laut genug, um dich beim Mixen zu orientieren, aber nicht so laut, dass er den Raum überlagert. Mehr dazu unter Booth-Monitor.
  5. Kopfhörer: Vorhören auf jedem Kanal testen, Cue-Mix und Kopfhörerlautstärke einstellen.
  6. Mikrofon: Pegel, Klang und Rückkopplung an der Stelle testen, an der später gesprochen wird.

Track

0,0 dB
−2,8 dB
Kanal (vor dem Fader)−3,0 dBFS
Master−5,8 dBFS

Gut eingepegelt: Spitzen mit Reserve unter 0 dBFS.

Headroom am Master: 5,8 dB. Die Werte sind Spitzenpegel in dBFS, wie in DJ-Software: 0 dBFS ist das digitale Maximum.

Gain, Kanalfader und Master: So siehst du, wann ein Signal clippt und wie viel Headroom bleibt.

Soundcheck als mobiler DJ

Wer die eigene Anlage mitbringt, ist für den Klang im Raum allein verantwortlich. Plane genug Zeit zwischen Aufbau und Beginn ein:

  • Musik, die du kennst: Teste mit Tracks, deren Klang du sehr gut kennst. So hörst du sofort, ob der Raum dröhnt oder zu dünn klingt.
  • Leerer Raum klingt anders: Ein voller Saal schluckt Bass und Höhen. Stell nicht schon beim Soundcheck auf maximale Lautstärke ein.
  • Mikrofon dort testen, wo geredet wird: Steht der Redner später vor einer Box, koppelt es dort zuerst. Mehr dazu unter Rückkopplung.
  • Backup testen: Spielt die Notfall-Playlist wirklich? Ist das Ersatzmikrofon angeschlossen?

Wenn etwas nicht stimmt

ProblemHäufige UrsacheErste Prüfung
Kein Signal auf einem Kanalfalsche Quelle am Kanal gewählt, Kabel loseEingangswahlschalter, Kabel, Kanalfader
Brummen oder SummenMasseprobleme zwischen GerätenStromversorgung und Kabelwege, siehe Brummschleife
Verzerrter KlangGain zu hoch, Signal clipptPegelanzeige, Gain zurücknehmen
Monitor zu leise oder stummBooth-Regler zu, Kabel am falschen AusgangBooth-Regler am Mixer, Anschluss prüfen
Pfeifen am MikrofonMikrofon zu nah an Boxen, Pegel zu hochPosition ändern, Pegel und EQ senken

Geh die Kette immer von der Quelle zur Box durch, nicht umgekehrt. So findest du die Stelle, an der das Signal verloren geht.

Soundcheck im Club

Im Club ist die Anlage eingemessen und meist von Technikern eingestellt. Deine Aufgabe ist kleiner, aber wichtig: Prüfe beim Changeover, ob dein Signal ankommt, gleich deinen Pegel an den deines Vorgängers an und frag nach, wie laut der Monitor sein darf. Dreh nie eigenmächtig an Master-Limitern oder Systemprozessoren – das ist Sache der Technik. Was dich in der Club-Booth erwartet, steht im Schritt Dein erster Club-Gig.

Hintergründe zu Pegeln und Lautstärke findest du im Ratgeber Gehörschutz für DJs.

Häufige Fragen zu Soundcheck

Was ist ein Soundcheck beim DJ?

Beim Soundcheck prüft der DJ vor dem Auftritt, ob alle Signale ankommen, die Pegel stimmen, Booth-Monitor und Kopfhörer funktionieren und das Mikrofon ohne Rückkopplung arbeitet. Bei eigener Anlage stellt er zusätzlich Klang und Lautstärke im Raum ein.

Was ist der Unterschied zwischen Soundcheck und Line-Check?

Ein Soundcheck ist eine ausführliche Prüfung vor Beginn, meist ohne Publikum, mit Klang, Lautstärke, Monitor und Mikrofonen. Ein Line-Check prüft nur kurz, ob jedes Signal ankommt. Im Club machen DJs meist nur einen Line-Check, weil die Nacht schon läuft.

Wie lange dauert ein Soundcheck?

Ein Line-Check im Club dauert oft nur wenige Minuten. Mobile DJs mit eigener Anlage sollten nach dem Aufbau deutlich mehr Zeit einplanen, um Klang, Lautstärke, Mikrofone und Backup in Ruhe zu prüfen, bevor die ersten Gäste kommen.

Was tun, wenn es beim Soundcheck brummt?

Brummen entsteht oft durch Masseprobleme zwischen Geräten, etwa wenn Laptop, Mixer und Anlage an unterschiedlichen Steckdosen hängen. Prüfe zuerst Kabel und Stromversorgung, schließe Geräte möglichst an dieselbe Stromleiste an und tausche verdächtige Kabel aus. Hilft das nicht, kann eine Brummschleife die Ursache sein.

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