DJ-Glossar · Hardware & Setup
Deck
Auch: Decks, DJ-Deck, Deck A, Deck B, Software-Deck, virtuelles Deck
Ein Deck ist eine Abspieleinheit im DJ-Setup – ein Plattenspieler, ein Player oder ein virtuelles Deck in der Software, auf dem ein Track läuft.
von Mario Kernich· 3 Min. Lesezeit
Ein Deck ist eine Abspieleinheit im DJ-Setup: der Platz, auf dem ein Track läuft. Das kann ein Plattenspieler, ein DJ-Player oder ein virtuelles Deck in der DJ-Software sein. Ein klassisches Setup hat zwei Decks, viele Programme und Controller bieten vier. Jedes Deck hat eigene Steuerung für Abspielen, Tempo und Cue.
Herkunft des Begriffs
Das Wort stammt aus der Zeit von Tonbandgeräten und Plattenspielern: Ein „Tape Deck“ oder „Turntable Deck“ war das Laufwerk ohne eingebauten Verstärker. Im DJ-Slang sind „die Decks“ bis heute die Abspielgeräte, an denen du stehst – „an den Decks“ bedeutet so viel wie „am Auflegen“.
Decks in der Software
In der DJ-Software sind Decks virtuelle Abspieleinheiten mit Wellenform, Tempo-Anzeige, Cue- und Loop-Funktionen. Sie heißen je nach Programm Deck A, B, C, D oder Deck 1 bis 4. Jedes Deck ist mit einem Kanal der Mixer-Sektion verbunden, meist Deck 1 mit Kanal 1 und so weiter.
Mehr als zwei Decks brauchst du nicht zum Mixen von zwei Tracks. Ein drittes oder viertes Deck eröffnet aber Möglichkeiten: eine Acapella über ein Instrumental legen, einen Loop oder eine Atmo im Hintergrund laufen lassen oder einen Übergang mit drei Elementen bauen.
Spezielle Decks
Manche Programme bieten zusätzlich Decks mit eigener Funktion:
- Sampler-Deck: spielt kurze Sounds über Pads ab, siehe Sampler.
- Remix- oder Stem-Deck: zerlegt Tracks in Spuren oder Loops, die einzeln gesteuert werden.
- Vorhör-Deck: spielt einen Track nur im Kopfhörer, um ihn in der Bibliothek kurz anzuhören.
Deck und Kanal
Deck und Kanal werden oft verwechselt. Das Deck spielt den Track ab, der Kanal ist der Weg durch den Mixer mit Gain, EQ und Fader – der Kanalzug. Bei Club-Setups sind beide getrennte Geräte: Player 1 steckt in Kanal 1. Bei Controllern ist die Zuordnung in der Software festgelegt, lässt sich aber oft ändern.
Deck-Umschaltung am Controller
Viele DJ-Controller mit zwei Jogwheels steuern trotzdem vier Decks. Eine Taste am Deck schaltet um, welches Software-Deck das Jogwheel gerade bedient: links Deck 1 oder 3, rechts Deck 2 oder 4. Eine farbige Beleuchtung zeigt an, welches Deck aktiv ist. Wichtig: Beim Umschalten springen Pitch-Fader und andere Regler nicht automatisch mit. Viele Programme nutzen deshalb einen „Soft Takeover“, bei dem der Regler erst greift, wenn er den aktuellen Wert erreicht.
Welche Programme wie viele Decks bieten, zeigt der DJ-Software-Vergleich.
Häufige Fragen zu Deck
Was ist ein Deck beim DJ?
Ein Deck ist die Abspieleinheit, auf der ein Track läuft. Das kann ein Plattenspieler, ein DJ-Player oder ein virtuelles Deck in der DJ-Software sein. Ein klassisches Setup hat zwei Decks, zwischen denen du hin- und hermixt. Viele Programme und Controller bieten vier Decks.
Braucht man vier Decks zum Auflegen?
Nein. Für klassische Übergänge zwischen zwei Tracks reichen zwei Decks. Vier Decks sind nützlich, wenn du Acapellas, Loops oder Samples zusätzlich einbauen oder Übergänge mit mehreren Elementen spielen willst. Für Einsteiger ist es meist sinnvoller, erst zwei Decks sicher zu beherrschen.
Was ist der Unterschied zwischen Deck und Kanal?
Das Deck spielt den Track ab und bestimmt Tempo, Cue und Loops. Der Kanal ist der Weg des Signals durch den Mixer mit Gain, EQ, Filter und Fader. Im Club ist jedes Deck ein eigener Player, der in einen Kanal des Mixers gesteckt wird.