DJ-Glossar · Hardware & Setup
Kontaktloser Fader
Auch: Kontaktlose Fader, Magnetfader, Magnetischer Fader, Optischer Fader, Contactless Fader, Hall-Fader
Ein kontaktloser Fader misst seine Position per Magnetfeld oder Licht statt über eine Schleifbahn. Er verschleißt kaum und knackt nicht – ideal zum Scratchen.
von Mario Kernich· 2 Min. Lesezeit
Ein kontaktloser Fader ist ein Schieberegler, der seine Position ohne Schleifkontakt ermittelt – über ein Magnetfeld oder über Licht. Weil nichts aneinander reibt, nutzt er sich kaum ab, knackt nicht und bleibt auch nach Millionen Bewegungen präzise. Deshalb sitzt er vor allem als Crossfader in Battle-Mixern und Scratch-Controllern.
Herkömmlicher Fader und kontaktloser Fader
Ein klassischer Fader ist ein Schiebewiderstand: Ein Metallschleifer gleitet über eine Kohlebahn, je nach Position ändert sich der elektrische Widerstand. Das ist einfach und günstig, hat aber Nachteile: Die Bahn nutzt sich ab, Staub und Flüssigkeit lagern sich ab, und mit der Zeit knackt oder rauscht der Fader oder setzt aus.
Ein kontaktloser Fader trennt Mechanik und Messung:
- Magnetisch: Am Schlitten sitzt ein kleiner Magnet. Ein Sensor, meist ein Hall-Sensor, misst die Stärke des Magnetfelds und berechnet daraus die Position.
- Optisch: Der Schlitten verändert einen Lichtweg zwischen Lichtquelle und Sensor, die Elektronik leitet daraus die Position ab.
In beiden Fällen gleitet der Schlitten nur noch auf Führungsschienen. Die Messung selbst hat keine Verschleißteile.
Vorteile
- Langlebig: keine Schleifbahn, die abgenutzt wird.
- Kein Knacksen: Das Signal bleibt sauber, auch nach intensivem Scratchen.
- Präzise: Kurve und Cut-in lassen sich elektronisch genau festlegen.
- Einstellbarer Widerstand: Viele Modelle haben eine Schraube oder ein Rädchen für die Leichtgängigkeit.
Wo du kontaktlose Fader findest
Am häufigsten als Crossfader in Battle-Mixern, zum Beispiel im DJM-S11, und in Controllern für Scratch-DJs. In Club-Mixern sind sie seltener, weil dort Kanalfader und lange Blends im Vordergrund stehen. Für manche Mixer gibt es kontaktlose Fader als Nachrüst-Teil.
Pflege
Auch ein kontaktloser Fader mag keinen Schmutz: Staub in der Mechanik macht ihn schwergängig, Flüssigkeit kann die Elektronik beschädigen. Halte den Mixer abgedeckt, wenn er nicht genutzt wird, und lass Getränke außer Reichweite. Bei Problemen hilft eine Werkstatt für DJ-Equipment.
Tipp: Wenn du mit Scratching anfangen willst, achte beim Crossfader auf einen kontaktlosen Typ mit einstellbarem Widerstand. Es ist das Bauteil, das du am häufigsten bewegst.
Häufige Fragen zu Kontaktloser Fader
Was ist ein kontaktloser Fader?
Ein kontaktloser Fader erkennt seine Position per Magnetfeld oder Licht statt über eine Kohlebahn mit Schleifer. Weil keine Kontakte aneinander reiben, verschleißt er kaum, knackt nicht und bleibt dauerhaft präzise. Deshalb wird er vor allem als Crossfader in Battle-Mixern eingesetzt.
Braucht man einen kontaktlosen Crossfader?
Für normales Mixen nicht. Ein guter klassischer Fader hält bei Blends viele Jahre. Wenn du viel scratchst oder schnelle Cuts spielst, bewegst du den Crossfader aber sehr oft. Dann lohnt sich ein kontaktloser Fader, weil er nicht verschleißt und sich in Widerstand und Kurve genau einstellen lässt.
Kann man einen kontaktlosen Fader nachrüsten?
Bei manchen Mixern ja. Für einige Modelle gibt es kontaktlose Fader als Ersatz- oder Nachrüstteil, die in den vorhandenen Einbauplatz passen. Ob das für dein Gerät geht, steht beim Hersteller des Mixers oder des Faders. Lass den Einbau im Zweifel von einer Fachwerkstatt erledigen.