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DJ-Glossar · Performance & Scratching

Reverse & Censor

Auch: Reverse-Funktion, Censor, Censor-Funktion, Rückwärts abspielen, Reverse Play

Reverse spielt einen Track rückwärts ab, bis du es beendest. Censor tut das nur, solange du die Taste hältst, und setzt danach taktgenau wieder ein.

von · 3 Min. Lesezeit

Takt 1Takt 2Takt 3Takt 4Reversevorwärts ▶◀ rückwärts, bis du wieder drückstCensorvorwärts ▶◀ rückw.vorwärts ▶ an richtiger StelleTaste gehaltenIm HintergrundBei Censor (Slip) läuft die Position unbeirrt weiterCensor überdeckt zum Beispiel ein Schimpfwort und hält dabei den Takt.
Reverse spielt rückwärts, bis du es beendest; Censor nur kurz und kehrt dann taktgenau zurück. (eigene Illustration)

Reverse ist eine Funktion an Club-Playern, Controllern und in DJ-Software, die den laufenden Track rückwärts abspielt – so lange, bis du die Funktion wieder ausschaltest. Censor ist eine Variante: Der Track läuft nur rückwärts, solange du die Taste hältst, und springt beim Loslassen an die Stelle, an der er ohne Eingriff gerade wäre. Censor wird vor allem genutzt, um einzelne Wörter wie Schimpfwörter zu überdecken, ohne den Takt zu verlieren.

Reverse

Mit Reverse wechselt der Track die Laufrichtung, behält aber sein Tempo. Rückwärts klingen Drums wie eingesaugt, Vocals unverständlich und Becken wie ein aufsteigendes Rauschen. Das eignet sich als Effekt:

  • Am Ende einer Phrase: Ein Takt rückwärts vor dem Drop baut Spannung auf, weil rückwärts gespielte Becken und Hallfahnen wie Riser klingen.
  • Als Übergang: Der auslaufende Track geht rückwärts, während der neue übernimmt.
  • Kreativ: Ein rückwärts gespieltes Vocal über einem Beat wird zu einer eigenen Klangfarbe.

Ohne Slip-Modus läuft der Track nach dem Ausschalten von Reverse ab der Stelle weiter, an der du angekommen bist – also ein Stück vor der ursprünglichen Position.

Censor

Censor kombiniert Reverse mit dem Slip-Modus: Während du die Taste hältst, läuft der Track rückwärts, im Hintergrund aber normal weiter. Lässt du los, setzt er taktgenau an der Hintergrund-Position ein. Für das Publikum klingt es, als wäre ein Wort durch ein rückwärts gespieltes ersetzt worden – Rhythmus und Struktur bleiben erhalten.

ReverseCensor
Bedienungan und ausnur solange gedrückt
Im HintergrundTrack läuft rückwärtsTrack läuft normal weiter
Nach dem Endeweiter ab der erreichten Stelleweiter an der Stelle, an der der Track ohne Eingriff wäre
Typischer ZweckEffekt, ÜbergangWörter überdecken, kurze Akzente

Wann Censor sinnvoll ist

Im Radio, auf Hochzeiten, bei Firmenfeiern oder vor jungem Publikum willst du manche Textzeilen nicht laufen lassen. Die sauberste Lösung ist eine Clean Version des Tracks, in der die Wörter bereits entfernt oder ersetzt sind. Hast du die nicht, rettet Censor dich spontan: Kurz vor dem Wort drücken, kurz danach loslassen. Gerade mobile DJs nutzen das regelmäßig.

Reverse, Spinback und Brake

Reverse ist nicht dasselbe wie ein Spinback: Beim Spinback drehst du den Track mit hohem Tempo rückwärts und bremst ihn aus, meist als Abschluss eines Tracks. Beim Brake wird der Track wie eine abgeschaltete Platte langsamer, bis er stoppt. Reverse dagegen spielt im normalen Tempo rückwärts. Wie ein Spinback als Übergang funktioniert, zeigt die Anleitung Spinback.

Takt 1 von 8 · Schlag 1 · 92.0 BPM

Deck A · Hip-Hop

Hook Kick · Drums · Bass · Melodie

Deck B · Reggaeton & Latin

Hook Kick · Drums · Bass · Melodie

Spinback

Lautstärke (Kanalfader)

Tempo92–96 BPM

Deck A Deck B EffekteWellenform: Original-Wellenform des Tracks, unabhängig von Fader, EQ und Effekten, kräftige Farbe = Bass · Gestrichelte Blöcke: Teil des Tracks ohne alle Spuren · Klick in die Zeitleiste springt dorthin

Mixer bei Takt 1

Deck A

Hip-Hop

92.0 BPM · Hook

High
Mid
Low
Filter
Fader
EchoHall

Deck B

Reggaeton & Latin

96.0 BPM · bereit (Cue)

High
Mid
Low
Filter
Fader
EchoHall

Schritt für Schritt

Klangbeispiele aus selbst synthetisierten Loops, ohne Samples. Echte Tracks haben mehr Details. Den Bass-Tausch hörst du am besten mit Kopfhörern oder Boxen mit Tiefgang.

Zum Vergleich: Beim Spinback läuft der Track schnell rückwärts und bremst aus.

Typische Fehler

  • Censor zu spät: Das Wort ist schon zu hören, bevor du drückst. Kenn die Stelle vorher oder setz dir einen Hot Cue davor.
  • Reverse statt Censor: Ohne Slip läuft der Track nach dem Eingriff an der falschen Stelle weiter.
  • Zu oft: Ein Reverse-Effekt pro Übergang ist ein Akzent, ständiges Rückwärtsspielen irritiert die Tanzfläche.

Häufige Fragen zu Reverse & Censor

Was macht die Reverse-Taste?

Reverse spielt den laufenden Track rückwärts ab, bis du die Funktion wieder ausschaltest. Das Tempo bleibt gleich. DJs nutzen das als Effekt, etwa am Ende einer Phrase oder als Übergang. Ohne Slip-Modus läuft der Track danach ab der Stelle weiter, an der er rückwärts angekommen ist.

Was ist die Censor-Funktion?

Censor spielt den Track nur rückwärts, solange du die Taste hältst. Im Hintergrund läuft er normal weiter, und beim Loslassen setzt er taktgenau an dieser Stelle ein. So kannst du einzelne Wörter wie Schimpfwörter überdecken, ohne Rhythmus und Struktur des Tracks zu stören.

Was ist der Unterschied zwischen Reverse und Spinback?

Reverse spielt den Track im normalen Tempo rückwärts, solange die Funktion an ist. Beim Spinback wird der Track mit hohem Tempo rückwärts gedreht und läuft dabei aus, meist als Abschluss vor dem nächsten Track. Der Spinback ist also ein Übergangseffekt, Reverse eine Abspielrichtung.

Das hängt damit zusammen

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