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DJ-Glossar · Performance & Scratching

Flare Scratch

Auch: Flare, Flares, Flare-Scratch, 1-Click-Flare, 2-Click-Flare, Orbit-Flare

Beim Flare Scratch bleibt der Fader offen und wird während jeder Plattenbewegung kurz zugeklickt – so teilt sich jeder Ton in zwei oder mehr Stücke.

von · 3 Min. Lesezeit

vorwärtsStartPlatteFaderBeat 1Beat 2hörbar (Fader offen)stumm (Fader zu)Fader offen
1-Click-Flare: Der offene Fader wird in jeder Bewegung einmal kurz zugeklickt. (eigene Illustration)

Der Flare Scratch ist eine Klick-Technik, bei der der Crossfader grundsätzlich offen ist und während einer Plattenbewegung ein- oder mehrmals ganz kurz geschlossen wird. Jeder „Klick“ schneidet eine winzige Lücke in den Sound. Aus einer Bewegung werden so zwei, drei oder mehr Töne – flüssiger und schneller, als es mit Tippen wie beim Transformer möglich wäre.

Benannt ist die Technik nach DJ Flare, der als ihr Erfinder gilt. Weiterentwickelt und berühmt gemacht hat sie unter anderem DJ Qbert. Der Flare gilt als Wendepunkt in der Scratch-Technik, weil er schnelle Muster mit wenig Bewegung ermöglicht.

So geht der Flare

Der Unterschied zum Transformer liegt in der Grundstellung: Beim Transformer ist der Fader zu und wird kurz geöffnet. Beim Flare ist er offen und wird kurz geschlossen.

  1. Fader offen: Der Fader steht so, dass der Kanal knapp hörbar ist – direkt an der Schnittkante.
  2. Platte bewegen: Eine normale Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung wie beim Baby Scratch.
  3. Klicken: Mitten in der Bewegung schiebst du den Fader mit dem Daumen ganz kurz zu und lässt ihn sofort zurückfedern – der Ton bekommt eine Lücke.
  4. Rückweg: Auf dem Rückweg wiederholst du den Klick.

Die Zahl der Klicks pro Bewegung gibt dem Flare seinen Namen:

VarianteKlicks pro BewegungTöne pro Bewegung
1-Click-Flare12
2-Click-Flare23
3-Click-Flare34
Orbit-FlareFlare vor und zurück als Einheitgleichmäßige Kette

Warum der Flare so wichtig ist

Ein Transformer braucht für jeden Ton eine Öffnungsbewegung des Faders. Der Flare braucht dagegen nur einen Klick, um zwei Töne zu erzeugen, weil der Ton vor und nach dem Klick hörbar ist. So entstehen mit weniger Aufwand schnellere Muster. Viele moderne Scratch-Combos bauen auf Flares auf, und der Crab treibt das Klick-Prinzip noch weiter.

Voraussetzungen

  • Kurzer Cut-in: Der Fader muss nach Millimetern öffnen und schließen. Mixer mit einstellbarem Cut-in und scharfer Fader-Kurve sind Pflicht.
  • Leichter Fader: Kontaktlose Crossfader, wie sie in Battle-Mixern üblich sind, laufen leicht und halten die vielen Klicks aus.
  • Sicherer Baby Scratch und Transformer: Ohne gleichmäßige Platten-Hand bringen Klicks nichts.

Typische Fehler

  • Klick zu lang: Dann entsteht keine Lücke, sondern eine Pause – es klingt wie ein unsauberer Transformer.
  • Klick zu schwach: Der Fader schließt nicht ganz, die Lücke ist nicht hörbar.
  • Zu schnell zu viele Klicks: Erst den 1-Click-Flare im Takt sauber spielen, dann steigern.

Mehr zu den Grundlagen und allen anderen Techniken steht im Hauptartikel Scratching.

Häufige Fragen zu Flare Scratch

Was ist ein Flare Scratch?

Beim Flare Scratch ist der Crossfader offen und wird während einer Plattenbewegung kurz zugeklickt. Jeder Klick schneidet eine kleine Lücke in den Ton, sodass aus einer Bewegung zwei oder mehr Töne werden. Beim 1-Click-Flare ist es ein Klick pro Bewegung, beim 2-Click-Flare zwei.

Wer hat den Flare Scratch erfunden?

Benannt ist die Technik nach DJ Flare, der als ihr Erfinder gilt. Weiterentwickelt und einem großen Publikum bekannt gemacht hat sie unter anderem DJ Qbert. Seitdem gehört der Flare zum Standard-Repertoire von Scratch-DJs.

Was ist der Unterschied zwischen Flare und Transformer?

Beim Transformer ist der Fader geschlossen und wird für jeden Ton kurz geöffnet. Beim Flare ist er offen und wird kurz geschlossen, um den Ton zu teilen. Dadurch erzeugt ein Flare-Klick zwei Töne, ein Transformer-Stoß nur einen. Flares sind deshalb schneller und flüssiger.

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