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DJ-Glossar · Szene & Gigs

Tracklist

Auch: Trackliste, Setlist, Track-Liste, Tracklisting

Eine Tracklist ist die Liste aller Tracks eines DJ-Sets oder Mixes in Spielreihenfolge – meist mit Künstler, Titel, Version, Label und Startzeit.

von · 3 Min. Lesezeit

Tracklist – Mix vom Samstag00:00Künstler A – Titel (Original Mix)[Label X]05:42Künstler B – Titel (Künstler C Remix)[Label Y]11:20ID – IDunveröffentlicht oder unbekannt16:05Künstler D – Titel (Extended Mix)[Label Z]21:30Künstler E – Titel[Eigenverlag]So liest du eine Zeile05:42Startzeit im MixKünstler B – Titelwer, welcher Track(Künstler C Remix)Version: Remix, Edit …[Label Y]Label des ReleasesID – IDnoch nicht erschienen
Eine gute Tracklist nennt Startzeit, Künstler, Titel, Version und Label – und markiert unveröffentlichte Tracks als ID. (eigene Illustration)

Eine Tracklist ist die Liste aller Tracks eines DJ-Sets oder Mixes in der Reihenfolge, in der sie gespielt wurden. Üblich sind Künstler und Titel, oft ergänzt um Version (Remix, Edit), Label und die Startzeit im Mix. Tracklists helfen Hörern, Musik zu finden, und dienen DJs als Dokumentation ihrer Sets.

Was in eine gute Tracklist gehört

Die Grafik zeigt den typischen Aufbau einer Zeile:

  • Startzeit: Wann beginnt der Track im Mix? Bei langen Aufnahmen extrem hilfreich.
  • Künstler – Titel: in dieser Reihenfolge, durch einen Gedankenstrich getrennt.
  • Version: in Klammern, etwa Original Mix, Extended Mix oder der Name des Remixers. Gerade bei mehreren Versionen eines Tracks wichtig – siehe Extended Mix.
  • Label: in eckigen Klammern. Für Digger oft die wertvollste Information.
  • ID: Für unveröffentlichte oder unbekannte Tracks steht „ID – ID“. Mehr dazu unter Track-ID.

Tracklist erstellen

Die meisten DJ-Programme führen einen Verlauf aller gespielten Tracks mit Uhrzeit. Diesen Verlauf kannst du nach dem Set exportieren und daraus deine Tracklist bauen. Bei Aufnahmen ergänzt du die Startzeiten anhand der Aufnahme. Wer mit Vinyl oder ohne Software spielt, notiert die Tracks am besten direkt nach dem Set, solange die Erinnerung frisch ist.

Wofür Tracklists genutzt werden

  • Hörer: Musik nachkaufen, Künstler entdecken, Fragen nach Tracks beantworten.
  • Du selbst: Welche Tracks hast du wann gespielt? Was hat funktioniert? Welche Tracks wiederholst du zu oft?
  • Veranstalter und Plattformen: Manche Veranstalter und Streaming- oder Mix-Plattformen fragen Tracklists an.
  • Community: Online-Datenbanken sammeln Tracklists bekannter DJs, oft ergänzt von Fans und Trainspottern.

Tracklists für dich selbst

Tracklists sind nicht nur für Hörer da. Wer seine Sets regelmäßig dokumentiert, sieht nach einigen Monaten Muster:

  • Wiederholungen: Welche Tracks spielst du in fast jedem Set? Vielleicht ist es Zeit für frische Musik.
  • Funktion: Welche Tracks hast du als Opener, welche in der Hochphase eingesetzt? Daraus entsteht eine Art persönliches Rezeptbuch.
  • Reaktion: Notiere neben der Tracklist, welche Übergänge und Tracks besonders gut ankamen. Diese Notizen sind beim nächsten Gig Gold wert.

Viele DJs übertragen solche Erkenntnisse direkt in ihre Library, etwa mit Bewertungen, Farben oder Kommentaren.

Typische Fehler

  • Ungenaue Versionen: „Künstler – Titel“ ohne Version führt zur falschen Datei.
  • Keine Startzeiten: Bei einem zweistündigen Mix findet niemand den Track von Minute 74.
  • Promo-Tracks verraten: Manche Labels wünschen nicht, dass unveröffentlichte Promos genannt werden. Dann steht dort „ID“.

Wie du Sets aufnimmst und mit Tracklist veröffentlichst, beschreibt der Ratgeber DJ-Mixe aufnehmen und veröffentlichen. Die Tracks deiner Library analysierst du mit unserer Track-Analyse.

Häufige Fragen zu Tracklist

Was ist eine Tracklist?

Eine Tracklist ist die Liste aller Tracks eines DJ-Sets oder Mixes in Spielreihenfolge. Üblich sind Künstler und Titel, oft ergänzt um Version, Label und die Startzeit im Mix. Sie hilft Hörern beim Finden der Musik und DJs bei der Dokumentation.

Wie erstelle ich eine Tracklist von meinem DJ-Set?

Die meisten DJ-Programme speichern einen Verlauf mit allen gespielten Tracks und Uhrzeiten. Diesen exportierst du nach dem Set und ergänzt bei Aufnahmen die Startzeiten. Ohne Software notierst du die Tracks direkt nach dem Set.

Was bedeutet ID in einer Tracklist?

ID steht für einen Track, der noch nicht veröffentlicht oder nicht bekannt ist. Steht ID – ID in einer Tracklist, kennt man weder Künstler noch Titel, oder der DJ möchte den Track noch nicht nennen, etwa weil es sich um eine Promo handelt.

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