Zum Inhalt springen

DJ-Glossar · Business & Recht

EPK (Pressekit)

Auch: EPK, Electronic Press Kit, Presskit, Pressekit, Press Kit, DJ-Presskit, Pressemappe

Ein EPK (Electronic Press Kit) bündelt alles, was Booker und Presse über einen DJ brauchen: Bio, Fotos, Logo, Mixe, Tech-Rider und Booking-Kontakt.

von · 3 Min. Lesezeit

Name und Logogleiche Schreibweise überallPressefoto mit Credithoch- und querformatigKurzbio2–3 Sätze, dritte Person2–3 aktuelle Mixeim Browser abspielbarTech-Rider kurzSetup, Monitoring, ZeitenBooking-Kontakteine Adresse, eine Nummer
Ein guter One-Pager zeigt auf einen Blick, wer du bist, wie du klingst und wie man dich bucht. (eigene Illustration)

Ein EPK (Electronic Press Kit, auf Deutsch Pressekit oder Presskit) ist die digitale Bewerbungsmappe eines DJs. Es bündelt alles, was Booker, Veranstalter und Presse brauchen, um dich einzuschätzen, zu buchen und anzukündigen: Bio, Pressefotos, Logo, aktuelle Mixe, Tech-Rider und einen klaren Booking-Kontakt – als One-Pager-PDF, Website oder beides.

Wie du dein Pressekit Schritt für Schritt baust, mit Beispielstruktur und Textlängen, erklärt der Ratgeber DJ-Presskit erstellen. Hier der Überblick.

Wofür du ein EPK brauchst

  • Bewerbung bei Bookern: Ein Link statt fünf Anhängen – der Booker findet alles an einem Ort.
  • Ankündigungen: Veranstalter übernehmen Bio und Foto für Flyer, Social Media und Programmhefte.
  • Presse und Radio: Journalisten brauchen Fakten, Zitate und druckfähige Bilder.
  • Professioneller Eindruck: Wer auf Anfrage sofort ein vollständiges Kit schicken kann, wirkt organisiert.

Was hineingehört

  • Bio kurz und langZwei bis drei Sätze für Flyer, eine längere Fassung für Presse – in der dritten Person, mit konkreten Stationen statt Superlativen.
  • Fotos und LogoMehrere Pressefotos in hoher Auflösung, hoch- und querformatig, mit Fotografen-Credit. Logo als Vektordatei und transparente Grafik.
  • Zwei bis drei MixeAktuell, im Browser abspielbar, mit kurzer Info zu Stimmung und Länge – siehe Mixtape.
  • Tech-RiderKurz und realistisch: Setup, Monitoring, was du mitbringst, Aufbauzeit.
  • ReferenzenClubs, Partyreihen, Festivals, Releases und Radioshows – nur, was stimmt.
  • Kontakt und LinksEine Booking-Adresse, eine Telefonnummer und nur die Social-Kanäle, die du wirklich pflegst.

Der Tech-Rider im EPK ist eine Kurzfassung – die vollständige Version schickst du mit der Buchungsbestätigung. Deine Mixe sind das wichtigste Element: Booker entscheiden nach dem Hören, nicht nach dem Lesen. Tipps dazu stehen unter Mixtape und im Ratgeber DJ-Mixe aufnehmen und veröffentlichen.

PDF, Website oder beides?

One-Pager-PDFWebsite / Landingpage
Stärkeschnell erfasst, als Anhang verschickbarFotos in voller Auflösung, Mixe direkt abspielbar
SchwächeBilder und Audio nur verlinktbraucht Pflege und Hosting
Ideal fürErstkontakt per Mailalles, was Veranstalter herunterladen

Am besten kombinierst du beides: ein schlanker One-Pager, der auf eine Seite mit allen Downloads verlinkt. Wichtig ist ein Link, der dauerhaft funktioniert. Wie du online insgesamt auffindbar wirst, beschreibt der Schritt Online sichtbar werden.

Typische Fehler

  • Veraltete Infos: Ein Mix von vor drei Jahren und Gigs aus der Anfangszeit wirken, als wärst du nicht mehr aktiv.
  • Zu viel Text: Niemand liest zwei Seiten Bio vor dem ersten Mix.
  • Fotos im PDF eingebettet statt als Download verlinkt – zu klein für Druck, zu groß für Mails.
  • Fehlende Foto-Credits: Fotografen haben Rechte an ihren Bildern. Kläre, ob Veranstalter und Presse die Fotos nutzen dürfen.
  • Unklarer Kontakt: drei Mailadressen und keine Antwort.

EPK und Booking

Das EPK ist das Werkzeug, mit dem du Bookings anfragst. Ein kurzer, persönlicher Text an den Booker plus Link zum EPK schlägt jede lange Mail mit Anhängen. Für die Künstlersozialkasse und Promo-Listen von Labels ist ein gepflegtes Pressekit außerdem ein guter Nachweis deiner Tätigkeit.

Häufige Fragen zu EPK (Pressekit)

Was ist ein EPK?

EPK steht für Electronic Press Kit, auf Deutsch Pressekit. Es ist die digitale Bewerbungsmappe eines DJs oder Künstlers mit Bio, Pressefotos, Logo, Mixen, Tech-Rider und Booking-Kontakt. Booker, Veranstalter und Presse finden damit alles an einem Ort.

Was gehört in ein DJ-Presskit?

Eine kurze und eine lange Bio, mehrere Pressefotos mit Credits, dein Logo, zwei bis drei aktuelle Mixe, ein kurzer Tech-Rider, ausgewählte Referenzen sowie ein klarer Booking-Kontakt und die Social-Kanäle, die du pflegst. Weniger, dafür aktuell, wirkt besser als eine lange Liste.

Sollte mein EPK ein PDF oder eine Website sein?

Ideal ist beides. Ein One-Pager-PDF eignet sich für den Erstkontakt per Mail, eine Website oder Landingpage für Fotos in voller Auflösung und abspielbare Mixe. Verlinke im PDF auf die Website und achte darauf, dass der Link dauerhaft funktioniert.

Das hängt damit zusammen

Mehr aus Business & Recht