So funktioniert der Übergang
Beim Double Drop laufen zwei Tracks so exakt übereinander, dass ihre Drops auf derselben Eins einsetzen. Für einige Takte hört die Tanzfläche beide Tracks gleichzeitig in voller Energie: zwei Basslines, zwei Drum-Patterns, eine neue Kombination, die es auf keiner Platte gibt.
Damit das nicht im Chaos endet, müssen drei Dinge stimmen: perfektes Beatmatching, passende Tonarten und ein EQ, der verhindert, dass sich die Bässe gegenseitig auslöschen. Die meisten DJs nehmen den Bass eines Tracks etwas zurück. Ein gelungener Double Drop gehört im Drum & Bass zu den Momenten, für die die Crowd ein Set feiert.
Einsatz im Set
Als Höhepunkt eines Sets, ein- oder zweimal pro Auftritt. Er funktioniert mit Tracks, die du sehr gut kennst und schon oft zusammen geübt hast.
Passende Genres
Ein Markenzeichen von Drum & Bass und Dubstep. In Hardtechno gelegentlich. In House, Deep House und Hip-Hop praktisch nie, weil die Tracks nicht auf große Drops ausgelegt sind.
- Drum & BassStandard
- DubstepStandard
- Hardtechnopasst gut
- Technogelegentlich
- Trancegelegentlich
- Psytrancegelegentlich
- Hardstylegelegentlich
- Houseeher nicht
- Deep Houseeher nicht
- Hip-Hopeher nicht
- Reggaeton & Latineher nicht
- Afro Houseeher nicht
- Open Format & Chartseher nicht
Typische Fehler und Tipps
Typische Fehler
- Beide Bässe voll: Es dröhnt oder die Bässe löschen sich teilweise aus.
- Tonarten passen nicht: Zwei Basslines in verschiedenen Tonarten klingen schief.
- Der Drop des einen Tracks kommt einen Takt später: Statt Doppel-Wucht entsteht Durcheinander.
Tipps aus der Praxis
- Probier Double Drops zu Hause aus und notiere dir Kombinationen, die funktionieren.
- Den Bass des leiseren Tracks etwa um ein Drittel zurücknehmen.
- Nach acht oder 16 Takten wieder auf einen Track reduzieren, sonst ermüdet der Effekt.
Ähnliche Übergänge
- FortgeschrittenDrop-SwapStatt des zweiten Drops vom alten Track kommt der Drop des neuen: gleicher Moment, neue Energie.
- FortgeschrittenHarmonischer ÜbergangZwei Tracks in passenden Tonarten verschmelzen, statt sich zu reiben. Das Camelot-Rad zeigt, welche Tonarten zusammenpassen.
- EinsteigerBass-SwapDer klassische EQ-Übergang: Beide Tracks laufen kurz zusammen, auf einer Eins wechselt der Bass die Seite.