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DJ-Übergang · Tempo und Tonart · Fortgeschritten

Tempo-Übergang

Das Tempo wandert schrittweise vom alten zum neuen Track, damit auch Genres mit unterschiedlichen BPM zusammenpassen.

Schwierigkeit
Fortgeschritten
Dauer
über mehrere Tracks
Du brauchst
Pitch-Fader, Key Lock (Master Tempo)
Auch genannt
Tempo-Rampe, BPM-Übergang, Pitch-Ride

Tempo-Übergang im Übergangs-Labor

Takt 1 von 20 · Schlag 1 · 124.0 BPM

Deck A · House

Hauptteil Kick · Drums · Bass · Melodie

Outro Kick · Drums · Bass

Deck B · Techno

Intro Kick · Drums

Hauptteil Kick · Drums · Bass · Melodie

Pitch 124 → 132 BPM

Lautstärke (Kanalfader)

Bass (Low-EQ)

Tempo124–132 BPM

Deck A Deck B EffekteWellenform: Original-Wellenform des Tracks, unabhängig von Fader, EQ und Effekten, kräftige Farbe = Bass · Gestrichelte Blöcke: Teil des Tracks ohne alle Spuren · Klick in die Zeitleiste springt dorthin

Mixer bei Takt 1

Deck A

House

124.0 BPM · Hauptteil

High
Mid
Low
Filter
Fader
EchoHall

Deck B

Techno

124.0 BPM · bereit (Cue)

High
Mid
Low
Filter
Fader
EchoHall

Schritt für Schritt

Klangbeispiele aus selbst synthetisierten Loops, ohne Samples. Echte Tracks haben mehr Details. Den Bass-Tausch hörst du am besten mit Kopfhörern oder Boxen mit Tiefgang.

So funktioniert der Übergang

Wenn das nächste Genre ein anderes Tempo hat, kannst du nicht einfach blenden: House mit 124 BPM und Techno mit 132 BPM klingen zusammen nach galoppierenden Pferden. Beim Tempo-Übergang schiebst du deshalb den Pitch-Fader des laufenden Tracks Schritt für Schritt nach oben, bis er das Tempo des neuen Tracks erreicht. Danach folgt ein ganz normaler Blend.

Im Club verteilst du diese Rampe auf mehrere Tracks, ein bis zwei BPM pro Track, sodass niemand den Anstieg bemerkt. Mit Key Lock (Master Tempo) bleibt die Tonhöhe dabei gleich. Ohne Key Lock wird der Track wie eine schneller gedrehte Platte höher, bei mehr als etwa 3 Prozent klingt das unnatürlich.

Einsatz im Set

Bei geplanten Tempoverläufen über das Set: Warm-up mit 118 BPM, Peak Time mit 128 oder 132 BPM. Auch für Genrewechsel innerhalb einer Stunde, etwa von Deep House über House zu Techno.

Passende Genres

Standard für House- und Techno-DJs, die ihr Set über die Nacht beschleunigen, und für Open-Format-DJs, die zwischen Pop, Dance und Urban wechseln. Bei Drum & Bass und Dubstep bleibt das Tempo meist konstant, dort ist der Halftime-Übergang das passende Werkzeug.

Typische Fehler und Tipps

Typische Fehler

  • Zu große Sprünge: Sechs BPM auf einmal hört jeder.
  • Ohne Key Lock zu weit gepitcht: Gesang klingt nach Micky Maus.
  • Tempo im Breakdown geändert: Ohne Beat merkt man jede Verschiebung deutlicher.

Tipps aus der Praxis

  • Ändere das Tempo, während der Track voll läuft, nicht in ruhigen Passagen.
  • Plane die Tempo-Kurve für dein Set vorab: Welches Tempo willst du wann erreichen?
  • Key Lock an, Pitch-Bereich auf ±8 oder ±10 Prozent einstellen.

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