So funktioniert der Übergang
Wenn das nächste Genre ein anderes Tempo hat, kannst du nicht einfach blenden: House mit 124 BPM und Techno mit 132 BPM klingen zusammen nach galoppierenden Pferden. Beim Tempo-Übergang schiebst du deshalb den Pitch-Fader des laufenden Tracks Schritt für Schritt nach oben, bis er das Tempo des neuen Tracks erreicht. Danach folgt ein ganz normaler Blend.
Im Club verteilst du diese Rampe auf mehrere Tracks, ein bis zwei BPM pro Track, sodass niemand den Anstieg bemerkt. Mit Key Lock (Master Tempo) bleibt die Tonhöhe dabei gleich. Ohne Key Lock wird der Track wie eine schneller gedrehte Platte höher, bei mehr als etwa 3 Prozent klingt das unnatürlich.
Einsatz im Set
Bei geplanten Tempoverläufen über das Set: Warm-up mit 118 BPM, Peak Time mit 128 oder 132 BPM. Auch für Genrewechsel innerhalb einer Stunde, etwa von Deep House über House zu Techno.
Passende Genres
Standard für House- und Techno-DJs, die ihr Set über die Nacht beschleunigen, und für Open-Format-DJs, die zwischen Pop, Dance und Urban wechseln. Bei Drum & Bass und Dubstep bleibt das Tempo meist konstant, dort ist der Halftime-Übergang das passende Werkzeug.
- HouseStandard
- TechnoStandard
- Open Format & ChartsStandard
- Deep Housepasst gut
- Hardtechnopasst gut
- Trancepasst gut
- Psytrancepasst gut
- Afro Housepasst gut
- Hip-Hopgelegentlich
- Reggaeton & Latingelegentlich
- Hardstylegelegentlich
- Drum & Basseher nicht
- Dubstepeher nicht
Typische Fehler und Tipps
Typische Fehler
- Zu große Sprünge: Sechs BPM auf einmal hört jeder.
- Ohne Key Lock zu weit gepitcht: Gesang klingt nach Micky Maus.
- Tempo im Breakdown geändert: Ohne Beat merkt man jede Verschiebung deutlicher.
Tipps aus der Praxis
- Ändere das Tempo, während der Track voll läuft, nicht in ruhigen Passagen.
- Plane die Tempo-Kurve für dein Set vorab: Welches Tempo willst du wann erreichen?
- Key Lock an, Pitch-Bereich auf ±8 oder ±10 Prozent einstellen.
Ähnliche Übergänge
- FortgeschrittenHalftime-ÜbergangHalbes und doppeltes Tempo rasten ineinander: 87 BPM Hip-Hop und 174 BPM Drum & Bass teilen sich dasselbe Raster.
- EinsteigerLanger BlendZwei Tracks laufen über 16 bis 32 Takte gemeinsam, der neue übernimmt Schritt für Schritt Höhen, Mitten und Bass.
- EinsteigerEcho-OutAuf dem letzten Schlag läuft der alte Track in ein Echo hinein und klingt aus, während der neue sauber einsetzt.