Zum Inhalt springen

DJ-Übergang · Grundlagen · Einsteiger

Bass-Swap

Der klassische EQ-Übergang: Beide Tracks laufen kurz zusammen, auf einer Eins wechselt der Bass die Seite.

Schwierigkeit
Einsteiger
Dauer
8–16 Takte
Du brauchst
Kanalfader, Low-EQ, Beatmatching
Auch genannt
EQ-Übergang, Bass-Tausch, Low-Swap

Bass-Swap im Übergangs-Labor

Takt 1 von 16 · Schlag 1 · 124.0 BPM

Deck A · House

Hauptteil Kick · Drums · Bass · Melodie

Outro Kick · Drums · Bass

Deck B · House (zweiter Track)

Intro Kick · Drums · Bass

Hauptteil Kick · Drums · Bass · Melodie

Lautstärke (Kanalfader)

Bass (Low-EQ)

Deck A Deck B EffekteWellenform: Original-Wellenform des Tracks, unabhängig von Fader, EQ und Effekten, kräftige Farbe = Bass · Gestrichelte Blöcke: Teil des Tracks ohne alle Spuren · Klick in die Zeitleiste springt dorthin

Mixer bei Takt 1

Deck A

House

124.0 BPM · Hauptteil

High
Mid
Low
Filter
Fader
EchoHall

Deck B

House

124.0 BPM · bereit (Cue)

High
Mid
Low
Filter
Fader
EchoHall

Schritt für Schritt

Klangbeispiele aus selbst synthetisierten Loops, ohne Samples. Echte Tracks haben mehr Details. Den Bass-Tausch hörst du am besten mit Kopfhörern oder Boxen mit Tiefgang.

So funktioniert der Übergang

Der Bass-Swap ist der Übergang, den fast jede DJ-Schule als Erstes beibringt. Die Regel dahinter ist einfach: Immer nur ein Track liefert den Bass. Der neue Track startet mit zugedrehtem Low-EQ, läuft eine Weile mit Höhen und Mitten über dem alten, und auf der Eins einer neuen Phrase tauschen die beiden ihren Bass. Danach verschwindet der alte Track.

Der Moment des Tauschs ist hörbar und wirkt wie ein kleiner Drop: Die Kick des neuen Tracks übernimmt das Fundament. Hart auf den Schlag klingt das knackig, weich über einen Takt runder. Es darf nur keinen Moment geben, in dem beide Bässe voll laufen, und keinen langen, in dem gar keiner läuft. Mehr Praxis steht im Ratgeber EQ-Übergänge: Bass tauschen.

Einsatz im Set

Praktisch immer, wenn zwei Tracks mit Beat ineinander gemischt werden. Der Bass-Swap ist kein Effekt, sondern die Grundlage für fast alle anderen Übergänge mit Überlappung: Blend, Loop-Übergang, Halftime- und Acapella-Übergang nutzen ihn alle.

Passende Genres

In allen elektronischen Genres mit Bass ist der Swap Standard: House, Techno, Trance, Drum & Bass, Afro House. Im Drum & Bass ist er oft besonders kurz und hart, weil die Basslines dominant sind. Bei Hip-Hop und Reggaeton wird eher geschnitten als überlagert, darum kommt er dort seltener vor.

Typische Fehler und Tipps

Typische Fehler

  • Swap mitten im Takt statt auf der Eins: Der Groove stolpert.
  • Beide Low-Regler stehen eine Weile halb offen: Es klingt matschig, obwohl kein Bass voll läuft.
  • Den Low-EQ des neuen Tracks vor dem Start vergessen: Die Kick kommt mit vollem Bass dazu.

Tipps aus der Praxis

  • Swap auf den Beginn einer 8er- oder 16er-Phrase legen, am besten dort, wo der neue Track seinen Bass ohnehin startet.
  • Mit dem Mid-EQ nimmst du zusätzlich Gesang oder Akkorde des Tracks zurück, der gerade nicht im Vordergrund steht.
  • Nach jedem Übergang einmal über alle EQs schauen und sie auf 12 Uhr zurückstellen.

Ähnliche Übergänge

Alle 20 Übergänge im Überblick