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Plattenspieler · 1970

Technics SP-10

Das SP-10 war der erste Plattenspieler mit Direktantrieb. Auf seiner Technik baute später die SL-1200-Serie auf, ohne die das heutige Auflegen mit Vinyl kaum denkbar wäre.

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Ende der 1960er-Jahre entwickelte ein Team um den Ingenieur Shuichi Obata bei Matsushita einen neuen Antrieb: Der Plattenteller sitzt direkt auf der Welle eines langsam drehenden Motors. Riemen oder Reibräder, die sich dehnen, rutschen oder verschleißen, fallen damit weg.

Das SP-10 kam als reines Laufwerk ohne Zarge und Tonarm auf den Markt. Seinen Platz fand es vor allem in Rundfunkstudios, wo eine konstante Drehzahl und ein schneller Anlauf zählten. Käufer bauten es in eigene Zargen ein und kombinierten es mit Tonarmen anderer Hersteller.

Für DJs war das SP-10 selbst kaum ein Thema. Entscheidend war das Prinzip: Mit dem SL-1100 (1971) und dem SL-1200 (1972) brachte Technics den Direktantrieb in deutlich günstigere Geräte, und gerade das kräftige Drehmoment machte später Backspins und Scratches möglich.

Quellen